.. dann wär mein Leben etwas leichter zur Zeit. Meine Maus ist nämlich genauso wie ich früher - nachts wach. Heute nacht war es besonders schlimm. Sie hat durchgeschrieen von gestern abend um 11 bis heute morgen um 5. Ich konnte machen, was ich wollte, kuscheln, füttern, wickeln, rumlaufen, nichts zu machen, sie hat sogar auf meinem und Papas Bauch geschrieen, obwohl sie sonst dort normalerweise einschläft. Und das Blödeste daran ist - genau DAS hab ich mir insgeheim gewünscht (OK, ohne das Gebrüll *lol*), denn es entspricht ziemlich genau meinem “alten” Rhythmus. Tja. Jetzt nicht mehr. Mama wird schön spießerhaft abends um 10 müde, und Alles danach wird zum nervenraubenden Kraftakt.
Und nun stehe ich da. Und überlege, ob es sinnvoll ist, mich selbst wieder auf “nachtaktiv” umzustellen. Schließlich entspricht das eher meiner Natur. Aber - eben nur meiner Natur, nicht der .. öhhmm .. ich sach mal: gesellschaftlichen Natur. Die, in der Ärzte und Ämter geöffnet haben zum Beispiel. Und vielleicht lebe ich meinem Kind damit dann direkt was “Falsches” vor. Wobei man da bei einem 3-Wochen-Säigling noch kein Drama draus machen sollte, für irgendwelche “Rhythmen” ist es da eh noch viel zu früh (was auch der Grund ist, warum ich sie nicht krampfhaft umstellen will).
Also .. wie geht es nun weiter? Kotzen mein Kind und ich uns die nächsten Nächte einfach weiterhin gegenseitig an, bis sie irgendwann von selbst merkt, daß es tagsüber spannender ist - und dafür freu ich mich darüber, tagsüber immer mal 1-2 Stunden für mich selbst zu haben, weil sie schläft? Oder halte ich mich erstmal krampfhaft komplett nachts wach, damit meine Nerven nachts nicht so blank liegen - um mich dann zu ärgern, daß mein Tag mit Schlafen “vergeudet” wird und ich nur im Halbschlaf zu Ärzten und Ämtern rennen kann ..? Ach, ich weiß doch auch nicht. Hat halt Beides Vor- und Nachteile …



