“Ich habe einen anonymen Hinweis erhalten und möchte persönlich mit Ihnen darüber sprechen. Ich möchte mich […] zu einem Hausbesuch bei Ihnen anmelden.”
So steht es in einem netten Brief des sozialen Dienstes, der heute bei mir eingetrudelt ist.
Und jetzt sitz ich hier - und habe Angst. Panische Angst.
Dabei ist die völlig unbegründet - es ist so … hmm .. wenn man mit dem Auto an einem Streifenwagen vorbeifährt, fühlt es sich so ähnlich an. Man weiß eigentlich, daß man Alles richtig macht - aber da ist dieses nagende Gefühl der Unsicherheit. Habe ich was übersehen? Wie perfekt muss ich sein?
Also, Checkliste:
- Maya ist gesund und geimpft. Normal groß, Normalgewicht, altersgerecht entwickelt. Und ich habe ein U-Heft, um das zu beweisen.
- Sie hat ein Bettchen, in dem sie durchschläft, ca. von 23 bis 8 Uhr. Von 10 bis 12 schläft sie dann nochmal in ihrem Laufstall. Ich selbst schlafe meistens von 3 bis 8 und dann auch von 10 bis 12.
- Flaschen, Wickeltisch, Kleidung, Kind, alles sauber. Ich könnte sogar mit Fotos belegen, daß ich sie regelmäßig bade (sind übrigens echt niedlich, wenn es mir besser geht, lade ich mal eins hoch…)
- Die Wohnung ist nicht steril, aber soweit in Ordnung. Alle möglichen Gefahren sind aus dem Weg geräumt und für das Kind unerreichbar. Richtig “kindersicher” (Schränke, Schubladen, Steckdosen, etc.) wird es aber erst gemacht, wenn sie anfängt zu krabbeln.
- Ein bis zweimal die Woche gehen wir spazieren. Ja, das ist nicht oft. Aber ich hatte bis Mitte Januar noch einen offenen Bauch, mein Diabetes will auch nicht immer so, wie ich das will, wir sind zur Zeit wieder alle Mann erkältet, und das Wetter spielt auch nicht immer mit.
- Ich lasse mein Kind nur alleine, wenn ich aufs Klo muss, und dann liegt sie sicher in ihrem Laufstall. Ich gehe nichtmal duschen, ohne daß meine Mutter in der Zeit auf die Kleine aufpasst.
- Aprospros meine Mutter: ich habe das wahnsinnige Glück, daß sie im gleichen Haus wohnt. Egal was ist, sie ist immer sofort zur Stelle.
- Die Nahrung ist dem Alter entsprechend und wird immer frisch zubereitet. 5 Fläschchen Humana HA 1 am Tag à 170-200ml, zusätzlich seit 3 Tagen mittags - auf anraten der Kinderärztin - ein paar Löffelchen Bio-Früh-Karotten.
- Windeln wechseln bei jedem Fläschchen, und natürlich zusätzlich, wenn nötig.
- Wenn sie wach und munter ist, unterhalte ich mich mit ihr, trainiere Greifen, Sehen und Sprechen, wir knuddeln, knutschen (nicht auf den Mund *lol*), kitzeln, strampeln, quieken…
Wars das? Reicht das? Ich weiß es nicht …
Die Angst wird bleiben. Und dazu mischt sich eine gehörige Portion Wut. Denn ich kann mir lebhaft vorstellen wer beim Jugendamt angerufen hat. Wenn es nicht so wäre, würde ich sagen: schön, daß jemand darauf achtet. Aber zu 80% weiß ich, wer es war, und wenn ich richtig liege, ist es einfach nur … boshaft. Denn dann ist es nicht so, daß irgendjemand, der mich nicht kennt, das Kind vielleicht schreien gehört oder länger nicht gesehen hat. Nein, dieser jemand kennt mich. Und ich hab ne Türklingel. Und bin eigentlich immer zu Hause. Wenn man sich dann Sorgen macht, klingelt man einfach mal an, schaut mal rein. Und wenn man das nicht tut, hat das mit “Sorge um das Kindeswohl” rein gar nichts mehr zu tun, sondern ist einfach nur Schikane. Und DAS macht mich wütend. ![]()




30. Juni 2008 um 22:02 Uhr
Ich fühle gerade genau wie du
25. März 2009 um 03:52 Uhr
Hey Hab genau das gleiche problem, ich weiss au wer das War.. und ich finde das ehrlich eine Frechheit. Meinem Sohn geht es sehr gut.. Oh man Am 26.ten März kommt die Frau vom Jugendamt.
Ich habe zwar echt nichts zu befürchten, aber man weiss nie, Ich liebe Meinen Sohn echt über alles..Und alles wegen einem ,,Anonymen Hinweis das sie möglicherweise Unterstützung bei der Versorgung ihres Sohne Maximilian benötigen”.
Hallooo gehts noch??
12. August 2010 um 16:04 Uhr
kann ich mir denken, das ist echt schrecklich. es kann ja ein blöder streich von jemanden sein, der einfach nur blöd im kopf ist und hetzt einem das jugendamt auf den hals.