Ich hatte es schon irgendwie befürchtet, als ich bei Fudder einen Link zu einer Seite gefunden habe, auf der man seine Musikalität testen kann. *seufz* Aber ich hatte gehofft, doch zumindest durchschnittlich zu sein. Hey, immerhin mache ich schon seit ner Weile Musik (mp3.de/mieze), und sooo schlimm hört sich das doch gar nicht an…
Tja. Und nun das. Beim Standard-Musikalitätstest (”tonedeaf test”) auf tonometric erreichen 75% der Bevölkerung ein besseres oder gleiches Ergebnis als/wie ich. Hier das Beweis:
Naja, die anderen beiden Tests waren dann schon besser
… Beim Rhythmustest war ich dann zumindest “sehr gut”, damit bin ich zufrieden - und meine “pitch perception”, also die Fähigkeit, Töne auseinanderzuhalten, auch wenn sie sehr ähnlich sind, ist auch OK, zumindest leicht überdurchschnittlich:

Aber dieser tonedeaf test frustriert mich denn doch ein bisschen
Na gut. Dann ist meine Teilnahme bei DSDS eben bis auf weiteres verschoben ![]()




19. November 2009 um 11:43 Uhr
Ich hab den Test da auch gemacht (den tone deaf-Test) und hatte genau dasselbe Ergebnis. Das ist aber totaler Humbug insofern, als dass dieser Test nur etwas darüber aussagt, wie gut man sich zum Zeitpunkt des Tests diese komischen Melodien merken konnte. Es gab zudem Leute in den Kommentaren, die auf einer “musical school” waren und nur etwas über 70% hatten. Oder Leute, die beim ersten Mal unser Ergebnis hatten und beim nächsten Mal dann 80% oder drüber. Daran sieht man schon, wie form- und gedächtnisabhängig dieser Test ist.
Außerdem ist er schon allein deswegen nicht aussagekräftig, weil ja überhaupt nicht klar ist, wer diesen Test macht. Sind das in erster Linie Musiker bzw. Leute, die ein Instrument spielen oder Leute, die kein Instrument spielen und kaum musisches Training haben? Das müsste man bei diesen “Durchschnittswerten” ja wissen, um sie vernünftig interpretieren zu können. Im Grunde müsste auch jeder einzig und allein in Relation zu der Gruppe beurteilt werden, die das gleiche Ausmaß an musischer Ausbildung vorzuweisen hat. Berufsmusiker und Laien hier zusammen in einen Topf zu werfen, führt allein schon zu keinem aussagekräftigen Ergebnis. Außerdem wird die Statistik dadurch komplett verfälscht, dass Leute den Test mehrmals machen. Das sind andere Bedingungen, weil sie die Melodien schon einmal gehört haben.
Meiner Ansicht nach ist der Test eine Spielerei, aber nicht mehr. Sicherlich kann man mit einem Ergebnis von 90% nicht wirklich davon ausgehen, dass man das Potential zu einem Weltklassemusiker hat und sollte in diesem Falle lieber nicht seinen Job schmeißen. Nur weil man sich ein paar dämliche Melodien merken konnte oder vielleicht noch einfach sehr gut geraten hat. Musikalität ist viel viel komplexer.
Über “tone deafness” sagt der Test auch nicht viel aus. Es wird immer gesagt, Leute, die “tone deaf” sind, hätten ein normales Gedächtnis für Melodien. Na toll, und? Das heißt aber längst nicht, dass es keine Leute gäbe, die überhaupt nicht “tone deaf” sind, sich unbekannte Melodien aber nicht so gut merken können.
In gewisser Weise ärgerlich sind solche Tests deswegen, weil sie Leute, die Musik sehr mögen und vielleicht auch darüber nachdenken, noch ein Instrument zu lernen, komplett verunsichern können. Diese Leute könnten dann denken “Oh je, es hat eh keinen Zweck; ich bin total unmusikalisch”, nur weil sie in so einem dämlichen Test nicht mit Bravour abgeschnitten haben. Oder man suggeriert Leuten allen Ernstes noch ein, dass sie eventuell ein schweres neurologisches Defizit haben,obwohl dies gar nicht stimmt.