Grml … es nimmt einfach kein Ende ..
Wir hatten heute im Hospiz eine Anhörung (Verhandlung?) vom Amtsgericht. Alles soweit OK, meine vorläufige Bestellung zur Betreuerin wurde in eine permanente umgewandelt (naja, übliche Nachprüfung in 7 Jahren…). Soweit, so gut.
Nebenbei habe ich dann das Ergbnis der Pflege-Einschätzung erfahren. Der medizinische Dienst war ja am 7.8. (!!) da, aber bisher wusste niemand, was dabei rausgekommen ist. Aber jetzt wurde immerhin das Amtsgericht benachrichtigt…
Zunächst die große Erleichterung: Mutter hat Pflegestufe 2 gekriegt, was bedeutet, daß der Hospizaufenthalt für sie/uns völlig kostenlos ist .. super, ne?
.. und jetzt kommt das große ABER: es wurde ebenfalls festgestellt, daß ein Hospiz-Aufenthalt NICHT NÖTIG ist …
Und nu steh ich da. Was heißt das jetzt? … Es stand auch drin, daß eine vollstationäre Pflege nötig ist. Also Pflegeheim statt Hospiz? .. aber warum? .. Mutter erfüllt doch alle Voraussetzungen .. unheilbar krank, fortgeschrittenes Stadium, begrenzte Lebenserwartung, die sich in Wochen und Monaten ausdrücken lässt, medizinische Versorgung notwendig, blabla .. und die Krankenkasse scheint das ja auch so zu sehen, die schicken mir ja regelmäßig den Bescheid zur Kostenübernahme (allerdings immer nachträglich ..). Und die tragen mit über 5000 Euro immerhin das 5fache von dem, was die Pflegekasse bezahlen muss ..
Ich bin da jetzt echt nervös .. bezahlt die Pflegekasse den Aufenthalt jetzt vielleicht nicht mehr? Oder sogar rückwirkend zum 7.8.? .. dann müssten wir über 1000 Euro pro Monat zurück- und ab jetzt bezahlen O.O ..
Der anwesende Pfleger war genauso überrascht. Er wusste nichts von der Einschätzung, und konnte dazu auch nix sagen. Er will sich da nochmal erkundigen .. vielleicht erfahre ich am Wochenende schon mehr ..
Mir ist nur schleierhaft, wie es zu so einem “Urteil” kommen kann. War Mutters Prognose mit “ca. 6 Monaten” einfach zu lang? Immerhin bleiben die meisten nur etwa 2 Wochen im Hospiz. Aber das war ja von Anfang an bekannt .. und mittlerweile sind ja auch schon fast 2 Monate rum ![]()
.. außerdem wurde mir am Anfang gesagt, daß sich der medizinische Dienst zu 99% danach richtet, was die Hospiz-Mitarbeiter sagen, da sie sich in der Kürze der Zeit kaum ein eigenes Urteil bilden können. Hat also die Hospiz-Leitung irgendwas “Falsches” gesagt? .. kann ich mir eigentlich nicht vorstellen ..
Nungut. Erstmal abwarten und auf alle Eventualitäten vorbereiten.
Ich glaube nicht, daß sie sie von heute auf morgen rauswerfen können. Und wenn sie es versuchen, kann ich vielleicht mit Widersprüchen o.ä. die ganze Sache einfach so weit hinauszögern, bis es .. “zu spät” ist.
Und wenn sie wirklich ins Pflegeheim muss .. puh .. keine Ahnung, wie wir das finanzieren sollen. Da liegt der Eigenanteil nämlich irgendwo bei ca. 1500-2000 Euro, da kommt meines Wissens nichts von der Krankenkasse dazu, wie beim Hospiz.
*seufz* .. aufregen bringt eigentlich noch nichts, ich weiß ja nichts genaues. Aber trotzdem .. da freut man sich über geänderte Hospiz-Eigenleistungen, und dann kommt sowas hinterher … drückt mir mal die Daumen, daß Mama im Hospiz bleiben kann .. ihr gefällt es da nämlich auch echt gut, und die Betreuung ist natürlich nicht vergleichbar mit einem Pflegeheim
Vielleicht .. dauert es sowieso nicht mehr lange. Mutter ist zur Zeit sehr schlecht zurecht. Hat gestern und heute fast nur geschlafen, und war heute auch kaum ansprechbar. Und so müde, daß sie fast gar nicht mehr sprechen konnte, nur noch flüstern …
.. am Sonntag war sie noch richtig fit .. d.h., das könnte sich auch morgen oder in den nächsten Tagen wieder bessern .. aber es kann auch der erste Schritt in Richtung “Endphase” sein, das weiß man nie so genau.. ![]()



