Archiv für Oktober 2011

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Aber ich wusste es doch …

geschrieben am Freitag, 14. Oktober 2011 um 15:11 in Allgemein

*seufz* .. ich hatte ja vorgestern diese .. öhmm .. Fluoangiographie beim Augenarzt (wir hatten übrigens alle ein Schild mit der Abkürzung “FAG” auf der Brust kleben .. fand ich irgendwie witzig .. aber außer mir hats mal wieder keiner kapiert) .. das lief auch soweit ganz gut. Der übliche Stress beim Zugang legen, leichte Panik, die aber durch die extrem netten Mitarbeiter ganz gut aufgefangen wurde, aber ging Alles. Da guckt man ja eigentlich auch nur geradeaus und die machen Fotos vom Auge. Von daher …
Heute wollten die dann anrufen und mir die Ergebnisse mitteilen. Joah. Der Anruf kam gerade. Und es wurden mir natürlich keine Ergebnisse genannt, sondern ein Termin zur Besprechung.
Ich sags mal so - die laden mich nicht zu ner Besprechung ein, um mir zu sagen “So, Frau R., ist doch Alles nicht so schlimm, da müssen wir nix machen.” Das hättense auch am Telefon sagen können.
Also: Lasern. Und ich hock wieder hier mit aufgefrischter Panik. Dabei wusste ich es doch. Die Ärztin hatte mir gesagt, daß ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht drumrum komme. Eigentlich also kein Grund, da direkt wieder durchzudrehen … Aber irgendwo war da wohl doch dieser Rest Hoffnung (hatte ich schonmal erwähnt, daß Hoffnung an sich nicht so dolle ist wie viele sagen?) .. naja, und vermutlich einfach die simple Tatsache, daß ich jetzt wieder drüber nachdenke .. ach, FML. Ich hab im Moment sowas von keine Lust mehr. Bronchitis geht auch nicht weg, Kind fängt auch gerade wieder an, Mann liegt bereits röchelnd auf dem Sofa. Ejal, ich muss jetzt nen Einkaufszettel schreiben ..

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Mal eben auskotzen …

geschrieben am Dienstag, 4. Oktober 2011 um 18:47 in Allgemein

Ich komme gerade von meinem Hausarzt und bin fix und fertig. Das war für mich eh ein Angsttermin, eigentlich sollte ich froh sein, daß ich es überhaupt geschafft habe. Aber dafür lief es zu schlecht. Psychisch “zusammengebrochen” bin ich aber mal wieder erst hinterher. Vielleicht sollte das mal währenddessen passieren, damit son Halbgott in Weiss mal merkt, was er da anrichtet. Aber da er sich ja nur 3 Minuten Zeit genommen hat, war das wohl einfach zu kurz.
Dabei kann ich nicht mal genau sagen, was das Problem war. Vermutlich, weil es einfach anders lief als erwartet/erhofft, und weil ich wohl doch nicht um einen Diabetologen herumkomme. Zumindest klang es danach.
Der Plan war ja, daß ich ganz in Ruhe mit ihm rede. Ihm erkläre, daß ich jetzt eine Therapie angefangen habe, daß mir das mit dem Zucker psychisch schwer fällt, daß ich seine Hilfe brauche - und die entsprechende Menge Teststreifen, weil ich es nicht schaffe, zu einem Diabetologen zu gehen. Erwartet hatte ich nun zumindest ein wenig Verständnis. Und dann sozusagen entweder eine Zusage oder eine budgetbegründete Absage. Bekommen habe ich nichts davon. Stattdessen wirkte er ziemlich ärgerlich, daß ich nicht zu nem Diabetologen will. Dann musste ich mir als erstes anhören, daß 3 Blutzuckermessungen am Tag ja wohl völlig ausreichen (wenn ich sage, ich brauche mindestens 4, besser 5, dann könnt ihr mir das ruhig glauben .. ich kann es bei Bedarf auch gerne begründen). Danach dann einen Vortrag zum Spritz-Ess-Abstand (den man übrigens mit 2 Messungen pro Mahlzeit bestimmt, soviel also hier schon zu den 3 Messungen am Tag). Und das übliche “warum spritzen Sie abends soviel” (Darum. War schon immer so.) Dann isser aufgesprungen, hat mir ein neues Messgerät in die Hand gedrückt (”Da sind die Teststreifen billiger”) und weg war er.
Und nun stehe ich da. Ja, hätte schlimmer laufen können. Aber irgendwie .. war das so sinnlos. Ich befürchte, daß ich da jetzt alle 2 Wochen um Teststreifen betteln muss. Daß das Thema nicht vom Tisch ist, bis ich von mir aus sage, daß ich zum Diabetologen gehe. Und das will ich nicht. Ich bin ja schon mit meinen aktuellen Arztterminen völlig überfordert, wenn da jetzt noch was dazu kommt ..

Ach verdammt .. eigentlich war das Alles ganz anders geplant. Ich wollte mich jetzt noch gar nicht um meinen Diabetes kümmern, weil ich weiß, daß das für mich eins der schwersten Themen ist .. ich wollte erst ne Weile die Therapie machen, schauen, daß es mir generell besser geht, und dann irgendwann damit anfangen. Und durch den Augenarzt wurde ich da jetzt quasi plötzlich reingeworfen und komme damit überhaupt nicht klar. Ich will das Alles nicht, und bin schon wieder sooo kurz davor, den ganzen Scheiß einfach wieder hinzuwerfen und sein zu lassen. Ich mein, damit überlebt man ja auch ne Weile, habs ja jahrelang gemacht. Und wenn ich dann blind werde, mir die Füße abfaulen oder ich zur Dialyse muss .. dann hab ich immer noch andere Optionen. Davon ab kann mir das Alles auch passieren, wenn ich mich vorbildlich um meinen Zucker kümmer. Meine Augen sind ja seit der Zuckereinstellung auch wesentlich schlechter statt besser geworden. Yeah. Instant-”Belohnung”. Und hatte ich erwähnt, daß mich meine Diät mit dem ständigen Hunger total nervt und - ebenfalls durch die Zuckereinstellung - überhaupt nichts bringt? … Da weiß man am Ende nicht, warum man das überhaupt macht, und dann liegt es nunmal nahe, daß man es lässt und wesentlich stressfreier durchs Leben geht, statt immer und überall die Messgeräte mitzuschleppen, sich die Hand kaputt zu stechen und sein Leben nach Uhrzeiten und Mahlzeiten auszurichten. Es ist einfach so … sinnlos.

Nein, noch gebe ich nicht auf. Im Moment habe ich sowas wie einen “Zwischenplan”. Wenn ich den Hausarzt dazu kriege, mir wenigstens die 3 Messungen am Tag zu verschreiben, kann ich die 4te selbst bezahlen. Das sind dann so ca. 15 Euro im Monat. Plus die Busfahrerei. Aber ich habs ja *seufz*. Und irgendwann bin ich dann vielleicht bereit, zum Diabetologen zu gehen. Am anderen Ende der Stadt, wo ich dann wieder gucken kann, wie ich dahin komme und wer in der Zeit mein Kind betreut .. ach, ist doch Alles Käse. Ich geh jetzt kochen.

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