Hm. Ab 1.12. geht Maya in Blockzeit zum Kindergarten. (D.h. von ca. 7:30-14 Uhr statt über Mittag zu Hause und nachmittags wieder hin ..). Ich hatte vorgestern im KiGa angefragt, ob das überhaupt möglich wäre, und es wurde verneint. Ein Wechsel wäre erst wieder zum Sommer möglich, oder wenn zwischendurch durch Zufall ein Platz frei wird, das sei aber unwahrscheinlich. Heute habe ich dann ganz überraschend den Änderungsvertrag bekommen… die haben da intern irgendwas hingebogen, um mir den Wechsel so schnell doch noch zu ermöglichen ..
.. und ich bin jetzt hin- und her gerissen. Eigentlich müsste ich mich freuen, weil es nun viel entspannter wird. Ich muss nur noch 2x am Tag laufen, nicht mehr 4x. Das war der Hauptgrund für die Überlegung, weil meine Füße mittlerweile so kaputt sind, daß ich nicht mehr schmerzfrei auftreten kann. Also eine riesen Erleichterung. Zusätzlich fällt der Mittagsstress weg - Maya schafft in der dreiviertel Stunde zu Hause gerade mal ein halbes Brötchen, dann müssen wir schon wieder los. Und ich habe jetzt vormittags 2 Stunden mehr Zeit, entweder zum Arbeiten oder zum Schlafen, je nachdem, was gerade ansteht / wichtiger ist. Auch Arzttermine und Kundengespräche am Vormittag werden jetzt einfacher, weil ich nicht schon wieder um 11 im Bus sitzen muss, um rechtzeitig am Kindergarten zu sein. Also eigentlich Alles supi ..
.. eigentlich. Objektiv betrachtet sprechen nur 2 Sachen gegen die neue Blockzeit. Zum einen geht Maya einfach gerne 2x am Tag in den Kindergarten, da werde ich wohl etwas Stress bekommen, wenn sie das nicht mehr darf. Außerdem darf sie nicht mehr an Nachmittagsveranstaltungen teilnehmen - das sind aber nur 3 oder 4 kleinere Sachen im Monat. Bei größeren Sachen (Nikolaus, Weihnachtsfeier, etc.) darf sie trotzdem weiterhin mitmachen.
.. aber subjektiv .. fühle ich mich gerade einfach wie ein Versager. Weil es mir schwer fällt, 4x am Tag die 500 Meter zu laufen. Dabei kann ich da noch nichtmal was für .. ist ja nicht wegen meinem Gewicht oder meinem Zucker, meine Füße sind von einer Hautkrankheit befallen (Dishydrose), die kann ich nun auch nicht gesund zaubern. Aber trotzdem .. *seufz* .. es fühlt sich halt so an, als ob ich mir “unerlaubt das Leben erleichtere” (ungefähr das Gefühl vermittelt mir auch mein Mann, warum auch immer.. er sagt zwar, es ist ihm egal, aber es ging so in die Richtung “warte doch erstmal ab, vielleicht werden die Füße ja wieder besser” .. ) .. dabei spricht objektiv so viel dafür (auch dann, wenn die Füße heile wären) .. und Maya hat ja auch keine Nachteile, die Stundenzahl bleibt ja dieselbe. Im Gegenteil, in den letzten Wochen konnte ich nachmittags ja ein paar Mal nachmittags gar nicht laufen, da fehlten ihr ja dann 2 Stunden. Aber irgendwie scheint es was “Schlimmes” zu sein, den einfacheren Weg zu gehen. Als ob ich mich schlecht fühlen müsste, weil ich dann morgens ggfs. 2 Stunden mehr Zeit zum schlafen habe. Aber man schläft ja nicht morgens, man hat gefälligst abends um 10 ins Bett zu gehen. Und Bewegung muss Spaß machen, Schmerzen hin oder her, und davon nimmt man ja auch ab und so, chakka! Oder auch nicht. Najut, ich bin auf 116 Kilo runter, aber das meiste - wenn nicht Alles - ist Wasser (da hat sich wohl der Haushalt nach der Zuckereinstellung wieder stabilisiert).
Meh. Nu hock ich hier und verteidige meine Entscheidung vor mir selbst, indem ich mantramäßig alles Positive daran immer wieder aufzähle und in meinen Kopp hämmer. Und es hilft nicht. Irgendwas ist da in meinem Hirn falsch zusammengeschraubt, so daß “gut für mich” generell als “schlecht” ankommt. .. gna .. ejal, die Entscheidung ist ja jetzt gefallen, ich habe unterschrieben .. ich red gleich erstmal noch mit meinem Mann .. vielleicht interpretier ich auch nur wieder zuviel rein. Ich glaub, es würde mir schon sehr helfen, wenn ich wüsste, daß er “auf meiner Seite” ist ..
EDIT: .. so, kurz mit meinem Mann gesprochen. Es ist ihm tatsächlich einfach nur egal, weil er ja gar nicht zu Hause ist. Hab dann genauer nachgehakt (einfach nur “egal” reicht mir ja nicht), und er kann meine Entscheidung verstehen. Danach haben wir dann ganz normal über was anderes gesprochen, also ist da wohl wirklich Alles in Ordnung. Puh. Doch. Hilft.



