Archiv für die Kategorie „Familie“

28.
10.

.. nur noch Stunden?

geschrieben am Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 03:27 in Familie, Schlaflos

*seufz* .. der Anruf vom Hospiz raubt mir jetzt völlig den Schlaf .. diese Ungewissheit, dieses Warten, dieses Hin und Her ..
Ich mein, wenn nachts um halb 2 das Telefon klingelt, und es steht die Nummer vom Hospiz im Display .. da erwartet man die “schlechteste aller Nachrichten”. Und dann war es doch nur wieder eine “Vorwarnung” .. “Ihrer Mutter geht es schlechter” .. Rasselatmung, marmorierte Beine .. also fast so, wie schon gestern Abend, als ich sie besucht habe. Aber die Atemaussetzer werden wieder länger ..

Ja, der Anruf war lieb gemeint. Nach dem Motto: “Wenn Sie dabei sein wollen, sollten Sie jetzt losfahren.” … und ja, ich wäre gern dabei. Aber ich kann nicht. Ich bringe es nicht fertig, meinen Mann zu wecken, um mich hinfahren zu lassen. Und das Bekloppte ist: Wäre es die erste “Vorwarnung” gewesen, hätte ich nicht gezögert, ihn und das Kind aus dem Schlaf zu reißen. Aber ich wurde jetzt schon so oft “gewarnt”. Es wird mal schlechter, mal besser. Am Sonntag hieß es schon “vielleicht diese Nacht”. Am Montag dann “wir warten mal die Woche ab”. Gestern Abend dann “ja, ist schlechter geworden .. ABER der Puls ist noch kräftig”. Und die Anruferin heute sagte dann “es könnte diese Nacht passieren” ..
.. langsam halte ich das nicht mehr aus .. :( .. ich will einfach nur Klarheit … und wenn es heute Nacht NICHT passiert .. ich schaffe es auch nicht, stundenlang an Mutters Bett zu sitzen und zu warten, ich würde irgendwann durchdrehen ..

Ich habe sogar schon gegoogelt .. wie lange dauert es noch, wenn das sogenannte “Todesrasseln” eingesetzt hat? Wie lange, nachdem sich Hände und Beine verfärbt haben? .. Überraschende Erkenntnis: Tage bis Stunden. Aha. .. *haumitkoppauftischkante*

Mir ist schon klar, daß sich das niemals genau vorhersagen lässt. Aber es ist so .. quälend. Und ich komme mir mies dabei vor, weil MICH Mutters Abschied quält, obwohl SIE doch diejenige ist, die sich auf den Weg macht ..

Ich habe schon Alternativen überlegt, wie ich zu Mutter komme, ohne meinen Mann zu wecken .. ich könnte mich nach 2einhalb Jahren das erste Mal wieder ans Steuer setzen und Auto fahren .. oder mir ein Taxi nehmen .. ich habe beide Ideen wieder verworfen .. die erste, weil niemandem geholfen wäre, wenn ich am selben Tag wie meine Mutter durch nen Unfall ums Leben komme .. und die zweite, weil die 40 Kilometer einfach zu teuer sind :( .. und wie gesagt die Unsicherheit, wann es denn soweit ist. Kann ja theoretisch auch noch ein paar Tage dauern.. und dann sagt mein Bauch mir die ganze Zeit, daß ich Mutter nicht alleine lassen sollte, und mein Kopf, daß ich das nicht ertragen kann ..

Ich machs mir ja auch wieder schwerer als nötig .. ich muss in 3 Stunden wieder aufstehen, weil ich einen Termin wegen der Bereuung meiner Schwester habe. Bis zu dem Anruf hätte ich sogar gedacht, ich kriege noch ein paar Stunden Schlaf .. aber jetzt wird das natürlich nichts mehr .. dabei könnte ich den Termin ja auch einfach absagen .. aber ich kann nicht (es sei denn, heute Nacht .. ihr wisst schon..) .. irgendwas in mir sagt, daß ich die Maschine am Laufen halten muss, daß sich Alles weiter drehen muss, sonst bricht sie auseinander, sonst breche ICH auseinander .. da wird Schlaf dann plötzlich extrem unwichtig ..
..ich schwanke zwischen Verzweiflung und Angst .. Angst davor, daß das Telefon klingelt .. und es WIRD klingeln. Wenn nicht heute, dann morgen. Oder übermorgen. Ich streife unruhig durch die Wohnung, traurig, wütend, ängstlich, versuche meinen Körper durch Nahrung zu besänftigen, meinen Geist durch die x-te Stargate-Wiederholung, und nichts hilft richtig .. ich ertappe mich bei dem Gedanken “Lass es endlich vorbei sein”, und schäme mich dafür. Ich hab auch schon dran gedacht, mich zu besaufen, aber das ändert ja auch nichts. Gestern Abend am Bett meiner Mutter habe ich mir gewünscht, wir könnten tauschen .. ich müsste dringen die Notbremse ziehen, aber es geht nicht. Die Maschine MUSS weiterlaufen .. laufen, laufen, bis vor die Wand. Haha. Nein, ich bin weder suizidal, noch sehe ich in der näheren Zukunft einen Nervenzusammenbruch auf mich zukommen. Ich hatte auch noch keinen Rückfall in meine Selbstverletzungen (höchstens Selbstschädigung, wenn man Rauchen, Fressen und einen chaotischen Blutzuckerspiegel dazuzählt). Aber ich würde mich mittlerweile als depressiv einstufen. Oder besser: “ich befinde mich in einer depressiven Phase”. Alles im Leben ist phasenweise, und es wird auch wieder eine andere, eine bessere Phase folgen. Irgendwann.

Ich werde jetzt weiter durch die Wohnung tigern, ich habe keine Ruhe mehr, um vor dem Rechner zu sitzen. Eine Tablette gegen das Herzrasen nehmen, dazu ne Handvoll Baldrian. Dann vermutlich die Nacht durchmachen. Morgen einen früheren Bus nehmen und die Zeit für ein Maxi-Menü-Frühstück bei McDonalds nutzen. Ja. Pläne sind was Gutes ..

26.
10.

Vielleicht ne Woche noch ..

geschrieben am Montag, 26. Oktober 2009 um 03:10 in Familie

… das hat mir die Krankenschwester heute im Hospiz gesagt ..

Meiner Mutter geht es mittlerweile immer schneller immer schlechter. Sie kann schon seit ner Weile nicht mehr aufstehen, hat aber bis vor ein paar Tagen immer noch reagiert, zwischendurch gebrabbelt, etc.
Seit gestern tut sie das nicht mehr. Sie schläft nur noch .. und sie hat auch schon Atemaussetzer :( .. die Besuche fallen mir immer schwerer .. ich kann ja nicht mehr tun, als neben ihrem Bett zu sitzen, ihre Hand zu halten .. und zu heulen. In der Hoffnung, daß sie mich nicht dabei “erwischt” .. aber für den Fall habe ich immer ne Ausrede parat .. sie soll in ihren letzten Stunden ja nicht denken, daß ich wegen IHR heule ..
Trotzdem werde ich ab jetzt jeden Tag hinfahren. Ich muss einfach.

Und nun sitz ich hier. Ich hab versucht, mich mit Arbeit abzulenken, aber so ganz will das nicht funktionieren. Die meiste Zeit schiele ich ja doch nur auf das Telefon und warte auf den Anruf.
Ich denke zwar immer noch, daß es gut ist, daß ich eine so lange Vorbereitungszeit hatte .. aber .. doch .. es sind schwere Zeiten.

Jetzt zum Ende hin kommen auch die Gedanken wieder .. warum muss IHR das passieren? .. sie hätte doch noch gut und gerne 10 oder 20 Jahre leben können .. warum frisst sich ein Glioblastom in ihr Gehirn und zerstört Alles, innerhalb von nur 4 Monaten? Warum zum Teufel muss meine Mama weggehen?
Mein Gehirn weigert sich immer noch, wirklich deutliche Erinnerungen auszuspucken, wie es vorher war .. immer nur Bilderblitze .. von unserem Ausflug in den Movie Park, Gut Eversum oder Ter Huurne .. aber die alltäglichen Sachen .. sie hat doch täglich eine oder mehrere Stunden bei mir verbracht .. aber wenn ich mir vorstellen will, wie sie da auf dem Sofa saß .. nix .. *seufz* .. wer weiß, vielleicht ist das ja auch ganz gut so .. das bloße Wissen, daß meine Mama bald nicht mehr da sein wird, lässt mich ja schon immer wieder in Tränen ausbrechen, und danach wird es auch noch eine ganze Weile nicht anders sein …

Dazu dann die Zukunftsängste .. klar, ich habe mich soweit es irgend ging vorbereitet .. aber wie es schlussendlich bei Ämtern, Banken, Versicherungen und Behörden tatsächlich abläuft .. keine Ahnung .. ich hoffe, wir können zumindest das Haus irgendwie behalten ..

Doch, ich fühle mich von der Gesamtsituation schon fast überfordert .. Kleinkind, behinderte Schwester, Geldsorgen, Trauer, Gesundheitsprobleme, Haushalt, Arbeit, Ämter und Behörden .. dummerweise wird nichts davon einfach so verschwinden, ich habe keine wirkliche Wahl. Der Gedanke, einfach Kind und Kegel zu schnappen und irgendwohin auszuwandern ist zwar immer irgendwo im Hinterkopf, aber natürlich unmöglich umzusetzen. Ich kann weder meine Schwester im Stich lassen, noch alle anderen Kontakte hier abbrechen .. also kämpfe ich mich durch. In der Hoffnung, daß auch irgendwann wieder bessere Zeiten kommen.

20.
10.

Die Sache mit dem Ei …

geschrieben am Dienstag, 20. Oktober 2009 um 23:03 in Familie, Merkwürdigkeiten

Heute Morgen gabs zum Frühstück für Maya ein hartgekochtes Ei. Und wie das so üblich ist, habe ich es gepellt und die Schale in den Müll geworfen. Daraufhin strahlt mich meine Tochter an, zeigt auf die Tüte und sagt “Pelle Müll!!” ..
Ich hab dann erstmal - in Freude über einen weiteren gelungenen Zweiwortsatz - gesagt: “Ja, Schatz, genau, die Schale muss in den Müll, die kann man nicht mitessen.” .. und dann fing ich an zu überlegen ..

.. im Prinzip hat meine Tochter doch recht. Schließlich sage ich bei jedem Eier-Pell-Vorgang “Ich pelle jetzt das Ei” (wie jede gute Mutter renne ich den ganzen Tag schwafelnd durch die Gegend und kommentiere Alles was ich tue ..). Und klar - wie soll Maya da auf die Idee kommen, daß das Ei eine Schale hat, und keine Pelle.
Äpfel und Kartoffeln haben eine Schale, sie werden geschält. Wurst hat ne Pelle und wird gepellt. Aber Eier haben ne Schale - und werden trotzdem gepellt. Hmm .. wobei Kartoffeln auch gepellt werden können - nämlich dann, wenn sie vorher gekocht werden. Daher auch der sinnige Name “Pellkartoffeln” ;)

Erste Überlegung war nun: Zum Schälen braucht man ein Hilfsmittel (Schäler, Messer), während man beim Pellen mit den Fingern auskommt. Also praktisch, wenn die “Umhüllung” von vornherein schon nicht direkt mit dem Inhalt zusammenhängt.
Dummerweise macht mir da die Banane einen Strich durch die Rechnung ..
An der Dicke der Schale bzw. Pelle kanns auch nicht liegen, schließlich sind Apfel- und Kartoffelschale ja viel dünner als die Eierschale, die Bananenschale widerum wesentlich dicker.

Vielleicht werden nur gekochte Sachen gepellt..? Pellkartoffeln sind gekocht, gekochte Eier logischerweise auch .. Wurst wurde in den meisten Fällen auch gekocht, gebrüht oder auch geräuchert .. bei Tomaten spricht man nach dem Kochen auch eher von “Haut abziehen” als von “schälen”.. hmm .. ich geh gerade im Geiste alle möglichen Lebensmittel durch .. fällt Euch noch was ein, was NACH dem Kochen geschält oder VOR dem Kochen, bzw. roh gepellt wird ..? .. Mir spontan nicht, aber das muss nix heßen^^

Vatter Goggel hat übrigens ergeben, da Wörter wie “pellen” oder “schälen” einfach regional bedingt sein sollen. Im südlichen Raum heißt es eher “Eier schälen”, Pelle / pellen ist wohl eher was norddeutsches .. übrigens gibt es auch “Schälkartoffeln”, die den Pellkartoffeln entsprechen ..

Vielleicht sollte ich demnächst lieber Rühreier zum Frühstück machen, dann stellt sich die Frage nicht ;)

14.
10.

KiGa-Überlegungen

geschrieben am Mittwoch, 14. Oktober 2009 um 17:33 in Familie

Hmm .. ich habe nächste Woche einen Termin im Kindergarten, um Maya für nächstes Jahr anzumelden. Da es ein städtischer ist, habe ich mich vorab im Internet über die Kosten informiert .. und doch tatsächlich erfahren, daß eine 35-Stunden-Betreuung nur unwesentlich mehr kostet, als die Standard 25-Stunden .. naja, vermutlich plus Geld fürs Mittagessen, aber wohl noch in meinem finanziellen Rahmen ..

Da komme ich schon ins grübeln. Nicht, daß ich meine Tochter unbedingt loswerden will .. aber ich werde ab nächstem Jahr meine selbständige Arbeit ausbauen, was dann wohl Arbeitsnächte bis 4 Uhr morgens bedeutet.. dann um 7 wieder raus, bis Alles fertig und das Kind im Kindergarten ist, und ich wieder zu Hause bin, isses wohl halb 9. Dann nochmal bis 12 hinlegen, dann die Kleine wieder abholen ..
Jut, die insgesamt 6 Stunden Schlaf würden so gerade eben reichen .. aber es wäre schon schön, wenn ich noch zwei Stündchen mehr hätte, um zB den Haushalt zu erledigen, oder auch, um mal etwas länger zu schlafen, wenn ich die Nacht wegen eines dringenden Auftrages durcharbeiten musste ..

Ist die Frage, ob mein Mann das versteht. Bisher sagt er ja eher sowas wie “dann geh halt früher ins Bett” .. aber irgendwo muss ja Geld herkommen. Und ich arbeite effektiver und konzentrierter, wenn ich nachts 4-6 Stunden Zeit habe, statt vormittags 3 ..
.. aber wenn Maya dann in die Schule kommt, steh ich ja wieder vor dem gleichen Problem ..

*kratzamkopp* … also sollte ich mich wohl eher an andere Arbeitszeiten gewöhnen, auch wenn es komplett gegen meine Natur geht .. und dann schauen, wie ich den Haushalt drumherum erledigt kriege .. vielleicht schaffe ich den ja Abends, Maya geht dann ja früher ins Bett .. oder ich kriege meinen Mann dazu, daß meine Arbeitszeit nicht erst um 23 Uhr beginnt, sondern schon um 20 Uhr - dann hätte ich ja auch nochmal ca. 5 Stunden Zeit, bevor ich ins Bett muss, und könnte dann vormittags den Haushalt machen.. hmm .. klingt spontan nach der besten Lösung. Aber da muss mein Mann mitspielen .. könnte schwierig werden .. besonders, wenn er dann fürs Zu-Bett-Bringen zuständig ist, weil Mama arbeiten muss .. ob das klappt? .. :( .. hängt natürlich auch davon ab, wieviel Schlaf meine Kleine dann braucht .. im Moment sinds 12 Stunden + Mittagsschlaf, aber das kann sich ja auch ändern ..

Naja .. erstmal abwarten, was ich in dem Kindergarten überhaupt für Möglichkeiten habe. Wenn ich dort überhaupt nen Platz kriege .. ich hab ja schon gehört, daß man sich am besten bei allen Kindergärten der Umgebung anmelden sollte, damit man auch ja irgendwo nen Platz kriegt, gerade wenn das Kind noch nicht ganz 3 Jahre alt ist .. hmm . ich kann ja mal fragen, ob das so stimmt ..

30.
9.

Und wieder neue Sorgen

geschrieben am Mittwoch, 30. September 2009 um 01:23 in Familie

Grml … es nimmt einfach kein Ende ..

Wir hatten heute im Hospiz eine Anhörung (Verhandlung?) vom Amtsgericht. Alles soweit OK, meine vorläufige Bestellung zur Betreuerin wurde in eine permanente umgewandelt (naja, übliche Nachprüfung in 7 Jahren…). Soweit, so gut.
Nebenbei habe ich dann das Ergbnis der Pflege-Einschätzung erfahren. Der medizinische Dienst war ja am 7.8. (!!) da, aber bisher wusste niemand, was dabei rausgekommen ist. Aber jetzt wurde immerhin das Amtsgericht benachrichtigt…

Zunächst die große Erleichterung: Mutter hat Pflegestufe 2 gekriegt, was bedeutet, daß der Hospizaufenthalt für sie/uns völlig kostenlos ist .. super, ne?
.. und jetzt kommt das große ABER: es wurde ebenfalls festgestellt, daß ein Hospiz-Aufenthalt NICHT NÖTIG ist …

Und nu steh ich da. Was heißt das jetzt? … Es stand auch drin, daß eine vollstationäre Pflege nötig ist. Also Pflegeheim statt Hospiz? .. aber warum? .. Mutter erfüllt doch alle Voraussetzungen .. unheilbar krank, fortgeschrittenes Stadium, begrenzte Lebenserwartung, die sich in Wochen und Monaten ausdrücken lässt, medizinische Versorgung notwendig, blabla .. und die Krankenkasse scheint das ja auch so zu sehen, die schicken mir ja regelmäßig den Bescheid zur Kostenübernahme (allerdings immer nachträglich ..). Und die tragen mit über 5000 Euro immerhin das 5fache von dem, was die Pflegekasse bezahlen muss ..

Ich bin da jetzt echt nervös .. bezahlt die Pflegekasse den Aufenthalt jetzt vielleicht nicht mehr? Oder sogar rückwirkend zum 7.8.? .. dann müssten wir über 1000 Euro pro Monat zurück- und ab jetzt bezahlen O.O ..

Der anwesende Pfleger war genauso überrascht. Er wusste nichts von der Einschätzung, und konnte dazu auch nix sagen. Er will sich da nochmal erkundigen .. vielleicht erfahre ich am Wochenende schon mehr ..

Mir ist nur schleierhaft, wie es zu so einem “Urteil” kommen kann. War Mutters Prognose mit “ca. 6 Monaten” einfach zu lang? Immerhin bleiben die meisten nur etwa 2 Wochen im Hospiz. Aber das war ja von Anfang an bekannt .. und mittlerweile sind ja auch schon fast 2 Monate rum :(
.. außerdem wurde mir am Anfang gesagt, daß sich der medizinische Dienst zu 99% danach richtet, was die Hospiz-Mitarbeiter sagen, da sie sich in der Kürze der Zeit kaum ein eigenes Urteil bilden können. Hat also die Hospiz-Leitung irgendwas “Falsches” gesagt? .. kann ich mir eigentlich nicht vorstellen ..

Nungut. Erstmal abwarten und auf alle Eventualitäten vorbereiten.
Ich glaube nicht, daß sie sie von heute auf morgen rauswerfen können. Und wenn sie es versuchen, kann ich vielleicht mit Widersprüchen o.ä. die ganze Sache einfach so weit hinauszögern, bis es .. “zu spät” ist.
Und wenn sie wirklich ins Pflegeheim muss .. puh .. keine Ahnung, wie wir das finanzieren sollen. Da liegt der Eigenanteil nämlich irgendwo bei ca. 1500-2000 Euro, da kommt meines Wissens nichts von der Krankenkasse dazu, wie beim Hospiz.

*seufz* .. aufregen bringt eigentlich noch nichts, ich weiß ja nichts genaues. Aber trotzdem .. da freut man sich über geänderte Hospiz-Eigenleistungen, und dann kommt sowas hinterher … drückt mir mal die Daumen, daß Mama im Hospiz bleiben kann .. ihr gefällt es da nämlich auch echt gut, und die Betreuung ist natürlich nicht vergleichbar mit einem Pflegeheim :(

Vielleicht .. dauert es sowieso nicht mehr lange. Mutter ist zur Zeit sehr schlecht zurecht. Hat gestern und heute fast nur geschlafen, und war heute auch kaum ansprechbar. Und so müde, daß sie fast gar nicht mehr sprechen konnte, nur noch flüstern …
.. am Sonntag war sie noch richtig fit .. d.h., das könnte sich auch morgen oder in den nächsten Tagen wieder bessern .. aber es kann auch der erste Schritt in Richtung “Endphase” sein, das weiß man nie so genau.. :(

29.
9.

Wie soll das gehen?

geschrieben am Dienstag, 29. September 2009 um 12:44 in Allgemein, Familie

öhmm .. kann mir mal jemand erklären, wie man als Mutter eines Kleinkindes solche netten Sachen wie Krankengymnastik in Anspruch nehmen soll?
.. meine Schulter ist soweit wieder OK, aber ich soll halt noch Krankengymnastik machen. Tut ja auch noch ein bissl weh. Joah .. und was mache ich in der Zeit mit dem Kind? Mitnehmen darf ich sie nicht. Die Termine nach 18 oder 19 Uhr, wenn mein Mann wieder zu Hause wäre, sind auf Wochen ausgebucht. Und als Krönung habe ich ganze 10 Tage nach der Verordnung Zeit, um mit der Behandlung anzufangen. Und weil ich das nicht wusste, läuft die Frist schon in 3 Tagen ab :roll: .. hätte nicht gedacht, daß das so eilig ist, und ich wollte eigentlich noch ein bisschen warten, bis es mir erkältungstechnisch etwas besser geht *seufz*

Nun steh ich da. Morgen Nachmittag ist noch ein Termin frei. Mit ganz viel Glück kann ich die Nachbarin überreden, auf meine Kleine aufzupassen. Einmal klappt das vielleicht. VIELLEICHT. Und wenn - was ist danach? .. laut Verordung soll ich da 2x die Woche hin .. :(

Es läuft also wohl darauf hinaus, daß ich KEINE Krankengymnastik machen werde. Krieg ich einfach zeitlich nicht hin. .. wie machen das denn andere Mütter? .. haben die alle ein Netzwerk von Babysittern? .. naja, bei vielen ist vermutlich noch ne Oma in der Nähe, aber bei allen bestimmt nicht .. und denen geht es dann wohl genauso wie mir ..

Tja. Also schauen, was mit meinem Arm passiert, wenn ich da nicht hingehe. Mal abwarten. Vielleicht gehts ja, und ich kann mich Ende nächsten Jahres drum kümmern, wenn meine Maus im Kindergarten ist. Scheint mir im Moment die einzige Lösung zu sein ..

15.
9.

Harter Tag

geschrieben am Dienstag, 15. September 2009 um 00:51 in Familie

Ich hatte heute beim Orthopäden wieder über 2 Stunden Wartezeit, und habe diese genutzt, um schonmal mit dem Bestatter zu sprechen .. einfach damit nicht mehr soviel zu tun ist, wenn Mama von uns geht ..
Naja, allzu viel konnten wir noch nicht machen. Aber immerhin sind schonmal die Daten aufgenommen, und ich weiß jetzt, daß in der “Familiengruft” noch ein Urnenplatz frei ist. Und die ungefähren Kosten weiß ich jetzt auch.. kostet ungefähr genauso viel wie vor 6 Jahren bei meinem Vater. Obwohl es diesmal wesentlich “schlichter” wird .. tja .. wird halt Alles teurer :(
Grob gesagt wird es eine Einäscherung vor Ort, dann Überführung der Urne hierhin, Trauerfeier an der Urne mit Pfarrer, und dann .. hmm .. hab gar nicht gefragt, ob dann auch direkt die Beisetzung ist .. naja, das kann man immer noch klären …
Doch, war schon schwierig das zu besprechen. Aber es nützt ja nix ..

.. was mir aber heute noch mehr an die Nieren geht, ist unser alter Kater. Naja, eigentlich Mutters Kater, aber irgendwo gehört er auch immer noch mir ..
Ich habe mich heute zu 90% dazu entschieden, ihn morgen einschläfern zu lassen :( .. 10% halte ich noch fest, weil ich erst nochmal mit dem Tierarzt sprechen werde ..
Ich hatte so sehr gehofft, daß er nochmal die Kurve kriegt. Aber die Chancen standen ja von Anfang an nicht soo gut .. Er hat ja letzte Woche 2 Tage lang Infusionen wegen der Gelbsucht bekommen, und es ging ihm auch erstmal etwas besser. Aber er hat sich beim Tierarzt geweigert, irgendwas zu fressen. Ich sollte ihn also am Donnerstag mit nach Hause nehmen und schauen, ob sich das hier bessert .. wenn nicht, könnte ich ihn auch ruhig schon am Wochenende zum Einschläfern bringen - wenn Katzen nicht fressen, ist das wohl ein ganz schlechtes Zeichen..
.. und ich war so glücklich, als er dann am Freitag und Samstag tatsächlich etwas Trockenfutter gefressen hat. Aber nur sehr, sehr wenig.

Seit gestern frisst er jetzt wieder nicht mehr. Er ist völlig entkräftet, und torkelt beim Laufen, liegt fast nur noch rum .. aber dennoch .. irgendwie habe ich das Gefühl, daß er eigentlich fressen will. Ich lege ihm was hin, er wird nervös und schnuppert, und schaut mich dann fragend an und gibt ein meckerndes “Miau” von sich. Eigentlich ganz so, als ob er nur ein anderes Futter will… aber ich hab schon Alles durch .. immerhin hat er heute eine Messerspitze Leberwurst von meinem Finger abgeleckt .. aber auch kein Milligramm mehr :( .. auch die Ohren sind heute wieder gelblicher als gestern…

*seufz* .. ich bin natürlich hin- und hergerissen. Wenn ich sehen würde, daß er Schmerzen hat, OK .. scheint aber nicht der Fall zu sein. Ist bei Katzen aber wohl auch nicht so leicht zu bemerken. Er miaut ab und zu ein bisschen kläglich vor sich hin .. aber ob das Schmerzen sind? .. und wie sähe die Alternative aus..? Wieder Infusionen, Spritzen, Tierarztbesuche? Hoffen und Bangen? Ist ja auch fürchterlicher Stress für ihn .. und der Tierarzt scheint ja auch der Meinung zu sein, daß es das Beste wäre, ihn gehen zu lassen .. das wurde doch recht deutlich in den Gesprächen .. :(

Ach Mensch … dicker, alter Rambo .. nungut, es würde mir schwerer fallen, wenn es meine “eigenen” Katzen beträfe .. ich wohne ja schon seit ein paar Jahren nicht mehr in der selben Wohnung, deswegen kann mein Mann meine Traurigkeit auch nicht ganz nachvollziehen .. aber er ist seit über 12 Jahren in der Familie, das KANN mich nicht kaltlassen .. also werde ich morgen, wenn es denn wirklich soweit sein sollte, auch Rotz und Wasser heulen. Und mich wieder und wieder fragen, ob es die richtige Entscheidung war ..

9.
8.

Deprimierender Geburtstag

geschrieben am Sonntag, 9. August 2009 um 02:36 in Familie

Naja, die Geburtstagsfeier meiner Mama war ja eigentlich nicht schlecht. Viele nette Leute, das Wetter war glücklicherweise super, wir haben gegrillt, Alles OK ..
.. aber schon auf dem nach-Hause-Weg hab ich dann gemerkt, daß es mir doch ganz schön an die Nieren geht. Zum einen einfach die Tatsache, daß es ihr letzter Geburtstag gewesen ist. Zum anderen war es natürlich auch anstrengend, so viele Stunden am Stück dort zu verbringen. Mutter war zwar soweit ganz gut drauf, aber man merkt, daß die Sehkraft langsam schon wieder nachlässt .. sie hat mit mehr oder weniger Erfolg auf ihrem Teller rumgestochert, und manchmal auch was erwischt … hatte aber keine Ahnung, was es ist, bevor sie es im Mund hatte. Ich habe ihr dann beim Essen geholfen, Sachen klein geschnitten, ihr auf die Gabel gesteckt .. es war so .. merkwürdig .. so “verkehrt herum”, meine Mutter wie mein Kind zu behandeln ..

*seufz*.. ja, doch, irgendwie Alles deprimierend. Ist ja auch normal. Und ich sitze jetzt ja auch nicht heulend in der Ecke (obwohl auch DAS normal wäre). Aber das muss ich jetzt irgendwie durch. Hauptsache, Mutter hatte einen schönen Geburtstag .. und ich denke, es hat ihr gefallen. Bis auf die Musik, über die sie sich die ganze Zeit beschwert hat .. ja, “Das rote Pferd”, “20 Zentimeter” und “sie liebt den DJ” sind für meine Mutter auch ein Graus *lach*

29.
7.

Kurzfristige Verbesserung

geschrieben am Mittwoch, 29. Juli 2009 um 03:50 in Familie

Meiner Mutter ging es heute ein ganzes Stück besser als die letzten Tage. Da kann man mal sehen, was Haldol für ein Teufelszeug ist …

.. als wir im Hospiz ankamen, saß sie im Gemeinschaftswohnzimmer. Sie hat uns sofort erkannt. Ihr Sehvermögen ist immer noch sehr schlecht, aber es ist tatsächlich nochmal besser geworden. Was außer uns natürlich wieder keinem aufgefallen ist - als ich der Schwester sagte, daß meine Mutter mir die Firma der Sitzkissen vorgelesen hat, ist sie fast vom Glauben abgefallen. Rauchen ging auch problemlos, und zu 90% hat sie auch den Aschenbecher getroffen. Und zielsicher das Fanta-Glas greifen ging auch.
Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie in der Mitte des Sichtfeldes noch einen kleinen Bereich, in dem sie ein bisschen was erkennt. Sie hat zu meiner Schwester (ja, sie war dabei!) nämlich gesagt, daß sie nur ihr Auge sieht, und das sähe müde aus ..

Auch vom sprechen her war sie wesentlich weniger verwirrt. Klar, Kurzzeitgedächtnis ist immer noch weg. Aber sie hat kaum noch merkwürdige Dinge gesagt. War eigentlich fast wie eine normale Unterhaltung .. Die andere Seite der Medaille ist, daß sie auch wieder mehr mitbekommt. Sie ist sehr traurig, weil sie eben kaum was sieht. Weil sie sich nicht mehr bewegen kann wie vorher. Weil sie so viel machen will, aber nicht kann. Ihr gefällt das Hospiz, aber sie wäre lieber bei uns. Sie macht sich Sorgen, wie wir ohne sie zurechtkommen. Dazu dann ganz viele Fragen .. wie lange sie denn jetzt noch hierbleiben soll. Wann sie die Katzen wiedersieht. Und was das wohl extra kostet, wenn sie jetzt noch ne Fanta trinkt, das Alles wäre doch bestimmt eh schon sehr teuer …

Ich hab mich mit meinen Antworten soweit wie möglich rausgewunden. Sie ist dort im Urlaub. All-inclusive, sie muss sich keine Sorgen machen, es ist alles bezahlt. Daß wir nicht wissen, wie lange sie im Urlaub bleibt. Daß bei uns Alles suuuuper läuft. Thema wechseln hilft natürlich auch, nach ein paar Minuten hat sie die Frage ja wieder vergessen .. deswegen sagen wir ihr ja auch nicht, was wirklich los ist. Es würde nichts bringen, weil sie es immer wieder vergisst.

Insgesamt waren wir über ne Stunde da, und haben hauptsächlich im Innenhof gesessen und geraucht. Allerdings war sie wieder sehr müde .. sie bekommt immer noch Beruhigungsmittel. Ist besser so für ihr Wohlbefinden, da sie die ganze Zeit doch ziemlich ängstlich ist, weil sie kaum was sieht. Sie hat ja auch keine Chance, sich daran zu gewöhnen - sobald sie die Augen aufmacht, ist die Sehstörung wieder neu, sie hat es ja wieder vergessen. :( .. aber ansonsten .. joah .. fast wie vor anderthalb Wochen ..

Auf eine Art bin ich ganz froh, daß meine Schwester sie recht fit erlebt hat. Sie hatte ja große Angst, daß Mutter völlig .. fremd ist. … Auf der anderen Seite .. mir tut es schon wieder weh .. ich habe halt meine bereits verloren geglaubte Mama im Ansatz wieder gesehen, mit dem Wissen, daß ich sie doch wieder gehen lassen muss. Für mich wäre es “anders” vermutlich leichter. Aber ich gönne ihr natürlich jeden halbwegs schönen Tag, und muss selbst sehen, wie ich damit klarkomme. Im Prinzip bewahre ich eine gewisse gefühlsmäßige Distanz. So, wie sie weniger meine Mutter ist, bin ich weniger ihre Tochter. Ich fühle mich in ihrer Gegenwart manchmal eher wie .. eine Krankenschwester, die sich liebevoll um einen netten, verwirrten Menschen kümmert. Mag für Euch jetzt “falsch” klingen, aber das scheint der Weg zu sein, den mein Gehirn zur Zeit als “erträglich” einstuft.

24.
7.

Ungeplante Geständnisse

geschrieben am Freitag, 24. Juli 2009 um 13:54 in Familie

*seufz* .. jetzt habe ich meiner Schwester doch schon Alles erzählt .. aber von vorn:

Meine Mutter ist heute früh im Hospiz angekommen. Jepp, das ging Alles sehr schnell, das Gespräch gestern lief sehr, sehr gut. Ich denke, sie ist dort wirklich gut aufgehoben.
Die Hospizleitung hat mir dann auch angeboten, mit meiner Schwester zu sprechen. Wir sollten dann alle am Wochenende vorbei kommen.
Das war bis vor zwei Stunden auch kein Problem … und dann meinte meine Schwester plötzlich, sie will nicht mitfahren. Muss sich ja auf die Arbeit am Montag schonmal vorbereiten. Und Lust hat sie eh nicht. Und sowieso und überhaupt .. nach ner halben Stunde Hickhack und am Ende fast Streit habe ich ihr dann gesagt, daß Mutter im Hospiz ist. Ich konnte einfach nicht mehr. Es MUSSTE raus. Ich hatte langsam echt Panik, daß sie das Spielchen nun Woche für Woche wiederholt, bis es irgendwann zu spät ist… und wie ich erwartet hatte, wußte meine Schwester auch sofort, was ein Hospiz ist ..

Ihre allererste Reaktion war dann auch “Warum hast Du mir das nicht früher gesagt?!” … :( … danach .. naja .. es lief eigentlich den Umständen entsprechend ganz gut. Sie hat mich gebeten, die Nachbarin zu holen, die war auch in 5 Minuten da. Dann hat sie viel geweint und viel erzählt. Z.B., daß sie das eigentlich schon geahnt hat, weil sie Mutters Symptome schon bei einem Hirntumor-Patienten in einer Fernsehserie gesehen hatte. Ihre größte Sorge schien erstmal zu sein, daß sie sich jetzt auch noch vom Auto verabschieden muss .. nein, keine Sorge, ich weiß, warum sie das sagt .. hat sich mehrfach entschuldigt, weil sie weinen muss, sie sei ja schließlich schon erwachsen .. solche Sachen halt.

Ja, da wird noch ne ganze Menge nachkommen. Sowas verarbeitet man nicht in ner halben Stunde, da hängt noch viel, viel mehr dran, was ihr erst in den nächsten Tagen / Wochen auffallen wird.
Ob sie morgen mit zum Hospiz fährt, wissen wir noch nicht. Ich vermute mal, daß sie nicht mitfahren wird. Und es ist jetzt auch ihre eigene Entscheidung. Für den Fall, daß sie hier bleibt, weiß die Nachbarin Bescheid und kommt rüber, meine Schwester soll jetzt nicht alleine sein.
Ob sie am Montag arbeiten geht .. tja .. eigentlich wollte sie unbedingt, schon wegen der Ablenkung .. aber als sie dann nach und nach merkte, daß ich es auch OK fände, wenn sie zu Hause bleibt, hat sie “die Chance genutzt”. Klingt jetzt fies, aber ich kenne sie ja .. aber ist für mich jetzt auch kein Problem. Dann rufe ich Montag vormittag eben bei der Caritas an, und fahre mit ihr Nachmittags zum Arzt.

Joah .. *atmetiefdurch* .. wieder ein Schritt geschafft, wenn auch nicht wirklich geplant. Als nächsten Schritt hoffe ich, daß sich das mit der Betreuung schnell regelt .. heute kam ein Riesenstapel Rechnungen und Mahnungen für meine Mutter, und ich kann noch nicht ans Konto. Nee, ist jetzt noch kein Drama, wenn sich bis Mitte nächster Woche nichts tun, muss ich halt die Reste vom Sparbuch kratzen, ich kriegs ja wieder. Oder ich telefoniere rum, um die Situation zu erklären. Aber ich fühle mich dann halt doch ein Stück weit ruhiger, wenn ich erstmal die Finanzen im Griff habe ..

Ansonsten gehts mir so lala. Eigentlich eher ganz gut, aber meine Mutter hat heute morgen angerufen um zu sagen, daß sie gut angekommen ist. Naja, nee, nicht wirklich. Das hat die Hospizleitung gesagt und ihr den Hörer gegeben. Das Gespräch war dann doch sehr wirr, viel zusammenhangloses Zeug. Sie schien Sorgen zu haben daß wir “irgendwas nicht hören”, und meinte, wir müssen “den richtigen Sender finden”. Und mittendrin hat sie dann Maya im Hintergrund gehört, und war dann (scheinbar) ganz kurz wieder völlig normal .. “Ach, ist das die Kleine? Gib sie mir mal! Hallo Maya, hier ist die Omi!” - und das übliche Schnuckiputzi-Heititei-Baby-Blabla … eben genauso wie immer. Sie hat mir dann auch gesagt, daß “da draußen” ein Hospiz ist, konnte mit der Information aber irgendwie nichts anfangen. Und direkt danach wieder zurück zum “Sender-Kommunikations-Problem” .. :( .. dieses Auf-und-Ab geht mir schon gewaltig an die Nieren, da habe ich dann erstmal ne halbe Stunde heulend auf dem Sofa gesessen .. naja, das wird in der nächsten Zeit immer wieder vorkommen.
Morgen fahren wir dann erstmal hin und bringen die dringend benötigte Kleidung mit. Sie hat anscheinend gar nichts mehr im Krankenhaus gehabt .. und ich könnte mir in den Hintern treten - mein Mann hat gestern Abend noch gefragt, ob wir noch was ins Krankenhaus mitnehmen sollen. Aber da die Schwestern schon vormittags Alles gepackt hatten, hielt ich das irgendwie für überflüssig .. *grummel* .. nungut. Die Frau vom Hospiz sagte, bis morgen kommen sie schon irgendwie zurecht .. ist mir trotzdem fürchterlich peinlich.

So, ich muss aufhören, meine Schwester ist wieder unten. Sie möchte unbedingt noch ein paar Fotos von den Gartenblumen und den Katzen machen, damit Mutter sie sich ansehen kann ..

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