Archiv für die Kategorie „Merkwürdigkeiten“

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Die Sache mit dem Ei …

geschrieben am Dienstag, 20. Oktober 2009 um 23:03 in Familie, Merkwürdigkeiten

Heute Morgen gabs zum Frühstück für Maya ein hartgekochtes Ei. Und wie das so üblich ist, habe ich es gepellt und die Schale in den Müll geworfen. Daraufhin strahlt mich meine Tochter an, zeigt auf die Tüte und sagt “Pelle Müll!!” ..
Ich hab dann erstmal - in Freude über einen weiteren gelungenen Zweiwortsatz - gesagt: “Ja, Schatz, genau, die Schale muss in den Müll, die kann man nicht mitessen.” .. und dann fing ich an zu überlegen ..

.. im Prinzip hat meine Tochter doch recht. Schließlich sage ich bei jedem Eier-Pell-Vorgang “Ich pelle jetzt das Ei” (wie jede gute Mutter renne ich den ganzen Tag schwafelnd durch die Gegend und kommentiere Alles was ich tue ..). Und klar - wie soll Maya da auf die Idee kommen, daß das Ei eine Schale hat, und keine Pelle.
Äpfel und Kartoffeln haben eine Schale, sie werden geschält. Wurst hat ne Pelle und wird gepellt. Aber Eier haben ne Schale - und werden trotzdem gepellt. Hmm .. wobei Kartoffeln auch gepellt werden können - nämlich dann, wenn sie vorher gekocht werden. Daher auch der sinnige Name “Pellkartoffeln” ;)

Erste Überlegung war nun: Zum Schälen braucht man ein Hilfsmittel (Schäler, Messer), während man beim Pellen mit den Fingern auskommt. Also praktisch, wenn die “Umhüllung” von vornherein schon nicht direkt mit dem Inhalt zusammenhängt.
Dummerweise macht mir da die Banane einen Strich durch die Rechnung ..
An der Dicke der Schale bzw. Pelle kanns auch nicht liegen, schließlich sind Apfel- und Kartoffelschale ja viel dünner als die Eierschale, die Bananenschale widerum wesentlich dicker.

Vielleicht werden nur gekochte Sachen gepellt..? Pellkartoffeln sind gekocht, gekochte Eier logischerweise auch .. Wurst wurde in den meisten Fällen auch gekocht, gebrüht oder auch geräuchert .. bei Tomaten spricht man nach dem Kochen auch eher von “Haut abziehen” als von “schälen”.. hmm .. ich geh gerade im Geiste alle möglichen Lebensmittel durch .. fällt Euch noch was ein, was NACH dem Kochen geschält oder VOR dem Kochen, bzw. roh gepellt wird ..? .. Mir spontan nicht, aber das muss nix heßen^^

Vatter Goggel hat übrigens ergeben, da Wörter wie “pellen” oder “schälen” einfach regional bedingt sein sollen. Im südlichen Raum heißt es eher “Eier schälen”, Pelle / pellen ist wohl eher was norddeutsches .. übrigens gibt es auch “Schälkartoffeln”, die den Pellkartoffeln entsprechen ..

Vielleicht sollte ich demnächst lieber Rühreier zum Frühstück machen, dann stellt sich die Frage nicht ;)

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Raffinierter Werbeanruf

geschrieben am Montag, 7. September 2009 um 13:23 in Merkwürdigkeiten

Unfassbar dreist .. ich gebe mal (in Auszügen) das Telefonat wieder, das ich gerade geführt habe. Dazu muss man sagen, daß die gute Frau sehr schnell und mit starkem Akzent gesprochen hat, ich schreibe das hier sehr verkürzt und wesentlich klarer auf:

- Telefon klingelt, unbekannte Rufnummer -
Ich: Hallo.
Sie: Guten Tag. Spreche ich mit Frau R.?
- Jepp.
- Sie nehmen ja seit Mai an einem Gewinnspiel teil. Das war bis Juli kostenlos, und sie haben nicht fristgerecht gekündigt.
- Öhm … hä?
- Na, das Online-Gewinnspiel! Das hat sich jetzt bis Dezember verlängert. Ich rufe an, um zu fragen, ob sich das automatisch nochmal 12 Monate verlängern soll .. manche wollen das ja nicht, trotz Geld-Zurück-Garantie ..
- Öhm … hä?!?
- Frau R., SIE haben sich ONLINE zu einem GEWINNSPIEL angemeldet… damit nehmen sie automatisch an hunderten anderen Gewinnspielen teil ..
- Nein, habe ich nicht.
- Doch, haben sie. Im Mai. Sie sind doch Frau R., xxstraße xx, Musterstadt?
- Öhh.. ja .. und was soll das für ein “Gewinnspiel” sein? Sagen Sie mir bitte nochmal GENAU die Firma, damit ich das prüfen kann ..
- Frau R., das weiß ich doch nicht! Wir telefonieren hier für über 600 Anbieter, das kann ich Ihnen nun wirklich nicht sagen! Das läuft doch Alles ONLINE!
- Aha.
- *langsam genervt* .. ich will Ihnen doch nur HELFEN. Es klingt danach, als ob sie die Sache nach Dezember NICHT verlängern wollen ..
- Jein. Ich will nicht nur nicht verlängern, ich will da SOFORT raus.
- So einfach geht das nicht. Bis Dezember müssen sie schon noch bezahlen. SIE haben ja nicht fristgerecht gekündigt! Aber sie bekommen die 59 Euro ja wieder, wenn sie nichts gewinnen. Das ist die Geld-Zurück-Garantie ..
- Ich werde da nichts bezahlen!
- Frau R., das müssen sie, das wird doch ABGEBUCHT!
- Bitte was? Woher zum Geier haben sie meine Kontodaten?!
- Na von Ihnen, als sie sich zum Gewinnspiel angemeldet haben!
- Das habe ich aber nicht!
- Frau R., wir können das Gespräch hier auch beenden!! Dann läuft das Alles schriftlich, und sie hängen in der Verlängerung!!
- Na, soweit kommt das noch!
- Ich kann sie hier aber auch direkt rausnehmen, dann schicke ich Ihnen nur noch die restlichen Unterlagen per Post ..
- Aha.
- Gut. Haben sie ihre Bankleitzahl im Kopf?
- *aha - es dämmert…* Öhmm .. nö.
- .. kleiner Tipp: es sind 8 Stellen ..
- Das sind immer 8 Stellen. Es ist eine Bankleitzahl, die haben IMMER 8 Stellen ..
- Achso, das wußte ich nicht. Und wie ist Ihre Kontonummer? Haben Sie die im Kopf?
- Öhmm .. nö?
- Würden sie die dann bitte raussuchen?
- Öhmm .. NÖ?!
- Frau R., ich habe ihre Daten doch bereits, ich muss sie doch nur vergleichen! Sonst kann ich sie hier nicht löschen!
- Ich gebe Ihnen meine Kontodaten nicht.
- Frau R.! Aber dann wird bei ihnen ABGEBUCHT! Viel GELD! WOLLEN sie das??
- Mir doch wurscht, buch ich dann halt zurück.
- Na dann VIEL ERFOLG! *knall* * *aufgelegt*

*kopfschüttel* .. Sachen gibts .. das Gespräch hat ne Viertelstunde gedauert, davon hab ich die ersten 10 Minuten gebraucht, um überhaupt zu verstehen, was die Olle da eigentlich will. Dummerweise hatte sie EXAKT die gleiche Stimme / Akzent wie die Hausärztin meiner Schwester, so daß ich nicht sofort aufgelegt habe ..
Mal sehen, was da nachkommt. Ich denke, man kann das Gespräch so zusammenschneiden, daß es so klingt, als ob ich einer Zusendung der “Unterlagen” zugestimmt hätte. Ich sollte mir angewöhnen, auf KEINE Frage mit einem JA zu antworten >.< ..
.. Aber das sollte kein Drama sein. Jedenfalls können sie nicht abbuchen. Ich bezweifle, daß die wirklich schon meine Kontodaten haben. Und ich kann es im Fall des Falles ja auch wirklich zurückbuchen ..

*seufz* .. dabei wollte ich meine halbwegs schmerzarme halbe Stunde für ein Nickerchen nutzen. Ich war ja auch gerade eingeschlafen, und noch nicht ganz wach, sonst hätte ich viel früher aufgelegt ..
Egal. Wird schon schiefgehen.

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Erkenntnisse

geschrieben am Dienstag, 18. August 2009 um 01:31 in Merkwürdigkeiten

Ich habe soeben festgestellt:
Meine Fingernägel sind nach dem Spülen so weich, daß ich mich nichtmal mehr am Arsch kratzen kann, ohne daß sie umknicken.

Noch eine merkwürdige Information mehr, die mein Gehirn nun wohl auf ewig zumüllt. Naja, sie ist dort in guter Gesellschaft - so neben dem Text von “Cowboy und Indianer” (komm hol das Lasso raus … *würg*). Oder neben dem sonderbaren, irgendwo aufgeschnapptem Wissen, daß Analverkehr eine halbe Stunde nach dem letzten Stuhlgang am Besten klappt (Ich begrüße hiermit herzlich all diejenigen, die bei einer Suchmaschine “Analverkehr” eingetippt haben). Oder daß laut Pythagoras a²+b²=c² ist, ich mich aber beim besten Willen nicht mehr daran erinnern kann, diese Information im Berufs- oder Privatleben JEMALS gebraucht zu haben. Wann brauche ich schonmal Dreiecke? Das trifft übrigens auf geschätzte 90% meines Schulwissens zu .. irgendwie frustrierend… Und wusstet Ihr, daß Elefanten nicht springen können?
Hunderte Informationen, fast alle so unwichtig, daß mir jetzt schon keine mehr einfallen .. aber im unpassendsten Moment plöppt irgendwo im Hirn ein Türchen auf, und heraus kommt der Text von Anita (ich traf sie irgendwo.. *röchel*). Aber wehe, ich suche mein Handy. Oder den Namen meines gerade getroffenen Gesprächspartners, den ich mit Sicherheit irgendwoher kenne, den ich aber nur debil angrinsen und dem ich nur “ach, du hier? lange nicht gesehen!” entgegenflöten kann. In der leisen Hoffnung, daß er sich in irgendeiner Form vorstellt ..
Und dabei nutzen wir angeblich nur 10% unseres Gehirns. Naja, kein Wunder, daß die so schnell voll sind, bei dem ganzen Mist, den man sich im Laufe seines Lebens merkt.

So, sinnloses Gelaber beendet. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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Das Falafel-Experiment

geschrieben am Donnerstag, 5. März 2009 um 02:27 in Familie, Merkwürdigkeiten

Die Vorgeschichte:
Alles begann damit, daß meine Mutter mich vor einiger Zeit fragte, was man denn so aus Kichererbsen machen könnte. Sie hätte da noch eine Dose rumstehen, und wüsste nicht, was sie damit machen sollte. Die Antwort war klar: Falafel! :D
Ich habe bisher nur ein einziges Mal Falafel gegessen, auf dem Spektakulum in Dortmund .. öhmm .. letztes Jahr, glaube ich. Und ich fand sie echt lecker.

Die Vorbereitung:
Also habe ich mal im Internetz gegoggelt. Wie ich schon erwartet hatte, gab es hunderte Seiten mit noch mehr Rezepten … *ächz* .. ich habe mich dann relativ spontan für eines der simpleren entschieden: 1 Dose Kichererbsen (welche Größe wurde nicht erwähnt…), 1 Zwiebel, Knoblauch, 1-2 EL Mehl, Koriander, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Chili, 1 Ei zum Binden. Alles mixen und frittieren. Fertig.
Ich habe dann zum ersten Mal in meinem Leben Kreuzkümmel und Koriander gekauft ;) .. das Experiment konnte beginnen.

Der Versuchsaufbau:
Heute mittag um 13 Uhr haben meine Mutter und ich den Versuch aufgebaut. Arbeitsgeräte waren ein Mixer, eine Fritteuse, mehrere Löffel und Schüsseln, 2 Teller, Küchenpapier, und natürlich die Zutaten. Da meine Mutter die Kichererbsen bereits in einem Sieb hatte abtropfen lassen, weiß ich bis jetzt immer noch nicht, wieviel Gramm das waren ..
Um den Blähfaktor zu begrenzen, haben wir uns entschieden, die Zwiebelmenge um 50% zu reduzieren. Ich schnitt die halbe Zwiebel in kleine Stücke und stellte sie bereit.
Das fehlende Chili (der entsprechende Behälter fiel leider der Schwerkraft und den Bodenfliesen zum Opfer) ersetzten wir durch eine Messerspitze Sambal Oelek.

Erste Geschmacksprobe: Eine einzelne Kichererbse direkt aus dem Glas: Igittigitt. Bäh. Irgendwie .. salzig, sauer, leicht verwandt mit dem Geschmack von Mais. Oder war es nur die Konsistenz? (Ich bin leider kein Gourmet, ich kann nichtmal Gouda, Emmentaler und Butterkäse auseinanderhalten.) Jedenfalls konnte ich die Erbse nichtmal runterschlucken, sie ist in der Spüle gelandet. Dennoch wollte ich die Hoffnung natürlich noch nicht aufgeben.

Die Durchführung 1: Mixer
Voller Elan beförderten wir die Zutaten in den Mixer. Alle bis auf das Mehl, das sollte erst später hinzugegeben werden.
Bei den Gewürzen ging ich nach der alt bewährten Methode vor: Dose drüber halten, mehrmals kräftig schütteln, wird schon passen.
Beim Einschalten des Mixers stießen wir auf ein ernstes Problem: Er war einfach nicht stark genug, um die Kichererbsen zu zerkleinern.
Nachdem die Geruchsbelastung in der Küche durch den heiß laufenden Motor ein kritisches Ausmaß angenommen hatte, entschied sich meine Mutter dafür, Wasser zu dem Gemisch hinzuzugeben. Sie ist schließlich erfahrene Hausfrau und Köchin - allerdings eher in der .. gut-bürgerlichen, deutschen Küche zu Hause. Was im Prinzip bedeutet: Mit Butter schmeckt irgendwie Alles.
Dennoch habe ich nicht widersprochen, ein bisschen Wasser konnte ja nicht schaden. Aber mir kamen erste Zweifel, als dann Tasse um Tasse im Mixer landeten.. wie sich später zeigen wird, waren die Zweifel durchaus berechtigt …
Aber immerhin hatten sich nun alle Kichererbsen zusammen mit den Zwiebelstücken, dem Ei und den Gewürzen wie gewünscht in eine recht homogene Masse verwandelt.

Zweite Geschmacksprobe: Die gewürzte Teigmasse: Immer noch extrem ekelig. Aber schon nicht mehr sooo schlimm wie die einzelne Kichererbse. Runterschlucken war mit etwas Mühe möglich. Der Geschmack erinnerte entfernt an .. Ejakulat. Mit Kreuzkümmel und Koriander.

Die Durchführung 2: Schüssel
Da meine Mutter den Nachwuchs beaufsichtigen musste, war ich ab jetzt erstmal auf mich allein gestellt. Ich beförderte die Masse in eine Schüssel, um das Mehl hinzuzufügen.
Wie ich schon befürchtet hatte: es sah eher aus wie Pudding.
Ich hatte in einer PC-Kochschule gelernt, daß Falafel in den Handflächen zu Bällchen geformt werden sollen. Dabei habe ich auch jedesmal sehr gut abgeschnitten.
Mit der mir vorliegenden Teigmasse war daran allerdings nicht zu denken. Ich hätte mir damit prima die Hände eincremen können - aber Bällchen formen? Niemals.
Also kam das Mehl zum Einsatz. Die angegebenen 1-2 Esslöffel hatten praktisch keine Wirkung. War auch nicht zu erwarten, da die Originalrezeptur durch eine nicht unerhebliche Menge Wasser erweitert worden war (siehe oben).
Löffel für Löffel verwandelte sich der Pudding zu einem zähen Brei. Immer noch weit von einer formbaren Konsistenz entfernt. Meine Mutter gab dann aus dem angrenzenden Wohnbereich den Tipp, es mal mit Paniermehl zu versuchen, das ja wesentlich besser bindet. Da meine Mutter wie schon erwähnt jahrlange Erfahrung auf diesem Gebiet hat (*hust*) wurde das natürlich gleich in die Tat umgesetzt.

Dritte Geschmacksprobe: Überraschung: es schmeckt nach Mehl. Mit Kreuzkümmel. Und Koriander.

Die Durchführung 3: Teller
Der Teig schien sich nun halbwegs formen zu lassen. Aber nur halbwegs. Daher entschieden wir uns, die annähernd ballförmigen Klumpen zusätzlich in Paniermehl zu rollen, um die Klebrigkeit etwas zu reduzieren. Das hat auch ganz gut funktioniert, so daß wir uns nach etwa der Hälfte des Teiges dazu entschlossen haben, in die Endphase des Experimentes zu gehen:

Die Durchführung 4: Fritteuse
Meine Mutter konnte in der Zwischenzeit den Nachwuchs davon überzeugen, daß die Katze viel toller ist als die Omma, und dadurch den Platz an der Fritteuse einnehmen - während ich versuchte, die klebrigen Teig-Brei-Reste von meinen Händen zu entfernen.
Die Fritteuse wurde mit frischem Pflanzenfett befüllt und auf 180°C aufgeheizt - und endlich glitten die ersten “Bällchen” in das heiße Fett.
Laut Rezept sollte es etwa 7-8 Minuten dauern, bis die Falafel goldbraun und verzehrfertig sind. Wir entschieden uns, sie bereits nach 4-5 Minuten zu entnehmen, um eine weitere Schwarzfärbung zu vermeiden. Sie wurden zum Abtropfen auf einen Teller mit Küchenpapier gelegt.
Um die letzte Geschmacksprobe vornehmen zu können, wollten wir die Bälle mit einem Löffel zerteilen. Leider waren sie so hart, daß wir ein Messer nehmen mussten …

Vierte Geschmacksprobe: Unglaublich: tatsächlich essbar. Ein bisschen wie Kroketten. Mit Koriander und Kreuzkümmel. Aber - ich kann es kaum fassen - sie schmeckten auch ein bisschen nach .. FALAFEL! Falls mich meine Nicht-Gourmet-Geschmackserinnerung nicht getäuscht hat.

Weiterer Verlauf:
Um der Sache mit der Härte näher auf den Grund zu gehen, haben wir testweise ein paar Löffel der Teigmasse direkt in die Fritteuse gegeben - also ohne sie in Paniermehl zu wälzen. Gut, die hatten dann keine Kugelform mehr, aber das war uns mittlerweile egal. Und tatsächlich waren die “Nocken” dann etwas weicher als die Paniermehl-Bälle :)
Da die Dinger aber immer noch etwas trocken waren, haben wir überlegt, wie man das ganze etwas pimpen könnte. Unsere Wahl fiel auf Kräuter-Frischkäse, in den wir die Falafel dippen konnten.

Fünfte und letzte Geschmacksprobe: Ja - tatsächlich irgendwie lecker. Gar nicht mal schlecht, zusammen mit dem Frischkäse. Nach 2-3 Bällen schmeckt das Zeug richtig gut. Nach 5-6 Bällen ist man dann allerdings auch satt.

Das Fazit:
Joah .. war ein interessantes Experiment. Vielleicht wiederhole ich es nochmal mit einem stärkeren Mixer, um Wasser und Mehl zu sparen. Oder ich mache es nochmal genauso - immerhin war es am Ende überraschenderweise doch ganz lecker. Auch meine Mutter und der Nachwuchs haben fleißig gegessen.
Aber morgen gibts dann doch erstmal wieder Nudeln mit Tomatensoße …

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Wann kommen die Pilger?

geschrieben am Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 00:01 in Familie, Merkwürdigkeiten

Die heilige Mama*lach* .. ich hab gerade die Handy-Bilder überspielt, die mein Mann an Mayas erstem Geburtstag gemacht hat.
Na, fällt Euch was auf? ;) Und nein, das Bild ist nicht nachbearbeitet (nur “Rote Augen” und Bildausschnitt).

Ich halte mich zwar so insgesamt für einen netten Menschen .. aber sooo nett, daß ich einen Heiligenschein verdiene .. also ich weiß ja nicht .. :D

Aber wenn es denn so ist .. tja, ich habe mir mein Schicksal nicht ausgesucht *seufzt theatralisch* .. wer pilgern möchte, kann das gerne tun. Hey, es gibt Menschen, die verehren ein Stück Toast oder Schmierereien an einer Fensterscheibe^^ .. werft die Geldspenden einfach vor die Haustür. Danke. :P

So. Dann werde ich meiner Tochter wohl morgen erstmal ein Paar Sandalen kaufen und den Wasser-Wein-Tríck mit ihr einstudieren .. *rofl*

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Wissenssendungen

geschrieben am Dienstag, 16. September 2008 um 18:43 in Merkwürdigkeiten, Television

Ja, ich mag Wissenssendungen im TV. Aber manchmal frage ich mich, was ich von dem “Wissen” halten soll …

Gerade eben wurde zB die Frage gestellt: Warum hat man nachts während/nach einer Partynacht Hunger auf was “Deftiges”, wie Pizza, Döner, Currywurst ..

Erste Antwort: Das liegt am sinkenden Blutzuckerspiegel. Durch Alkohol und Tanzen, etc.
Ähmm .. OK .. daß der Blutzuckerspiegel sinkt, kann ich gut nachvollziehen. Aber daß der Körper darauf mit Heißhunger auf Currywurst reagiert, eher weniger. Denn was lässt den Blutzuckerspiegel am schnellsten steigen? Rrrrichtiiig .. Zucker. Also wären Gummibärchen das Mittel der Wahl. Oder vielleicht Fruchtsäfte. Currywurst enthält zwar auch Kohlenhydrate, aber denn doch nicht sooo viele.

Zweite Antwort: Es gehört Fett dazu. Dann verträgt man den Alkohol besser. (so in etwa habe ich die Erklärung in Erinnerung..). Außerdem verlangsamt er die Verdauung.
Aha. Fett verlangsamt die Verdauung. Auch hier: rrrichtiiig. Und unter anderem verlangsamt er eben auch die Zucker-/Kohlenhydrataufnahme im Körper. Hmm .. war die nicht eben noch wichtig ..?

Einzige Möglichkeit, die ich da jetzt in dem Zusammenhang noch sehe: der Körper will sich für eine längere Zeit wappnen. Das würde erklären, warum er den Blutzuckerspiegel nur laaangsam steigen lassen will… aber selbst dann: Warum habe ich in einer Partynacht keinen Heißhunger auf Buttercremetorte? Jede Menge Fett und Kohlenhydrate .. würde genauso gut passen.

Naja, vielleicht habe ich einfach irgendwas falsch mitbekommen. Oder nicht richtig hingehört. Vielleicht hat ja auch einer von Euch ne Theorie ;)

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Bratkartoffelwendungen

geschrieben am Mittwoch, 7. Mai 2008 um 03:05 in Merkwürdigkeiten, Schlaflos

Die Mieze hat heute festgestellt, daß sie zu blöd ist, Bratkartoffeln richtig zu wenden.

Dabei sieht es auf der Packung (selbstgekochte verhalten sich auch nicht anders) ganz einfach aus: 5 Minuten braten, dann wenden, nochmal 5 Minuten braten.

Nungut. Die ersten 5 Minuten verliefen recht ereignislos. Dann kam der große Moment: Pfannenwender untergeschoben und *wusch* gewendet. Also etwa ein Viertel auf einmal. Ok, ran an das nächste Viertel… *wusch* .. tja, da hatten sich dann schon wieder ein paar Scheibchen aus dem ersten Viertel untergemogelt und lagen nun völlig unpassend wieder auf der gebräunten Seite. Unbeirrt wendete ich weiter. Wieder wurden ein paar aus dem ersten und jetzt auch welche aus dem zweiten Viertel erwischt. Und so machte ich weiter … Viertel für Viertel für Viertel … bis ich dann etwa beim zwölften Viertel angekommen war, und mich immer noch recht viele Kartoffelscheiben mit ihrer hellen, unberührten Seite anlachten.
Darauf folgte der Versuch, jede Scheibe einzeln richtig herum zu drehen. Mittlerweile waren die aber schon weich und zerfielen unschön in Bröckchen. Also noch mehr Gegner. Meine Versuche, gleichzeitig die helleren Randkartoffeln mit den etwas dunkleren Mittelkartoffeln zu tauschen, machten sie Sache nicht gerade einfacher.

Am Ende rührte ich dann frustriert mit wilden Bewegungen kreuz und quer durch die Pfanne. Wenn sie schon nicht gleichmäßig bräunen wollen, sollen zumindest alle gleichmäßig leiden.

Ja, es gab diese Bratkartoffeln dann zum Abendessen. Und sie schmeckten eigentlich ganz gut. Besonders die 5 rundum gold-gebräunten. Die schwarz-hellgelben waren nicht so lecker, aber immer noch besser als die ganz schwarzen ..
Dazu gab es übrigens für meinen Mann meine speziellen Black&White-Spiegeleier. Also oben weiß, unten schwarz. Aber zum einen sieht man das ja nicht, und zum anderen passten sie so perfekt zu den Bratkartoffeln.

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3.

Harte Kerle

geschrieben am Mittwoch, 26. März 2008 um 01:26 in Merkwürdigkeiten, Television

Manchmal (OK, eigentlich ziemlich oft *g*) muss ich Dinge beobachten, die ich ziemlich merkwürdig finde. Und das geschieht häufig beim Fernsehen…

Gestern Abend habe ich mit meinem Mann wie immer Stargate geschaut. Nette Folge, doch doch. Aber dort ist etwas passiert, was mir schon in vielen Filmen und Serien aufgefallen ist:

Die Situation:
Typ A ist sich nicht sicher, ob Typ B vielleicht ein Alien ist, der seine Gestalt ändern kann. Zum Glück haben diese Aliens blaues Blut, wir Menschen aber bekannterweise rotes - also folgt unweigerlich der (*damdadadaaaaa*) Blutbeweis!
Typ B zückt also sein Messer und zieht es einmal über die Handfläche… puh, Glück gehabt, eindeutig rot, also kein Alien. Heureka.

Merkt Ihr was?
Er zieht das Messer über die Handfläche. Öhhmmm … wie BLÖD ist das denn? Hey, er hätte sich irgendwo in den Arm schneiden können, oder auch ins Ohrläppchen pieken - immerhin ist das Blut ja überall rot, und allzu viel braucht man ja nicht, um die Farbe zu erkennen…
Nein. Er wählt den äußerst stumpfsinnigen Schnitt in der Hand. Locker 6 Zentimeter lang und schön tief. Das tat bestimmt übel weh. Und er wird es in den nächsten Wochen noch bereuen, schließlich nutzt man seine Hand ja für eine Reihe der unterschiedlichsten Tätigkeiten.

Aber so ist es fast immer … sobald es in irgendeinem Film zu einem (*damdadadaaaaa*) Blutbeweis kommt, schnippelt sich der Held zu 99% dämlicherweise quer durch die Pfote. Warum? .. Nur die Harten komm’ in Garten, schätz ich. Es soll halt “cool” sein. Und in Filmuniversen, in denen der Protagonist trotz Trümmerbruch des Schienbeines und Schulterdurchschuss locker in der nächsten Szene ein Klavier in den 8ten Stock schleppen kann, ist es wohl auch nicht zu weit hergeholt. Hey, mit “Adrenalinschub” kann man ja eine Menge wegerklären ;)

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