Archiv für die Kategorie „Schlaflos“

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Gedanken zum Kinderschutz

geschrieben am Samstag, 8. Dezember 2007 um 00:54 in Schlaflos

Wie war das noch, ich will den Blog mit meinen “Gedanken und Gefühlen” zumüllen? Dann schreib ich doch mal auf, was mir gerade beim Fernsehen durch den Kopf gegangen ist…

Es gab - mal wieder - einen Beitrag über die kürzlich entdeckten Fälle von Kindstötung und Kindesmisshandlung. Und ne Menge “Expertenmeinungen”, was man denn nun Alles tun könnte, um Kinder wie diese zu schützen.

Ist ja auch Alles schön und gut. Aber die Schreie nach mehr “Kontrolle” und “schärferer Überwachung” machen mir auch ein bisschen Angst. Warum? Ich denke da an die vielen Mütter, die einfach zwischenzeitlich mit ihren Kindern überfordert sind - also natürlich ohne akute Kindswohlgefährdung. An diejenigen, denen noch gut geholfen werden kann. Werden die sich bei diesem ganzen “Hype” und der aktuellen Berichterstattung noch an das Jugendamt wenden? Oder aus Angst, daß man ihnen ihr Kind wegnehmen könnte, lieber alleine weiter rumhampeln, bis die Situation schlimmer wird und es dann doch irgendwann “zu spät” ist …?

Ich kann natürlich nicht von mir auf andere schließen, aber mir wird schon ein bisschen mulmig, wenn ich daran denke, daß mich das Jugendamt besuchen könnte - und dabei vielleicht ein paar ungespülte Töpfe oder einen Milchfleck auf Mayas Strampler entdeckt und dadurch “Verwahrlosung” vermutet. Oder daß jemand mitbekommt, daß sie wegen ihrer Koliken auch mal länger schreit, und gleich die Behörden einschaltet wegen möglicher Vernachlässigung. Oder daß sie sich irgendwann mal an ner Tischkante ne Beule holt und die Ärztin plötzlich Misshandlung vermutet. Oder daß jemand in meiner Vergangenheit irgendwelche unangenehmen Passagen aufdeckt und mir die Fähigkeit zur Kindererziehung abspricht.

Noch schlimmer ist der Umgang mit den eigenen Gefühlen. Ja, ich werde ab und zu richtig wütend auf mein Kind. Nach ein paar durchgemachten Nächten mit wenig Schlaf ist man nunmal genervt, frustriert, hilflos, etc., da ist Wut halt nicht weit. Und alleine die Tatsache, daß ich mich hier sofort mit Erklärungen verteidige (und daß ich bestimmt 10 Minuten überlegt habe, ob ich es überhaupt aufschreibe), sagt mir doch, daß hier irgendwas schief läuft. Ich bin einfach nur wütend. Nicht mehr und nicht weniger. Wie tausende andere Mütter auch. Aber keiner spricht drüber, weil man sofort angeguckt wird wie ein Psychopath, der bestimmt demnächst eine eigene BILD-Schlagzeile kriegt. Dabei tue ich meinem Kind nichts. Und tausende andere Mütter auch nicht. Wir sind einfach nur Menschen mit ganz normalen Gefühlen.

Nicht, daß mich hier jemand falsch versteht. Manche Familien müssen und sollen auch überwacht werden, das Kindeswohl geht immer vor, keine Frage. Aber vielleicht sollte man parallel auch mal über die Arbeit der Jugendämter informieren - dann würden sich vielleicht mehr Mütter mit Erziehungssorgen dort frühzeitig zur Beratung melden, und zwar ohne die Angst, daß sie plötzlich ihr geliebtes Kind hergeben müssen…

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Wintermieze

geschrieben am Dienstag, 27. November 2007 um 07:32 in Allgemein, Schlaflos

Ja, der Mieze war winterlich zumute. Deswegen hab ich das Design einfach mal umgestellt. Leider habe ich ja nie mehr als ne Stunde am Stück Zeit, daher ist es hauptsächlich eine Farbveränderung - ansonsten hätte ich was komplett Neues gemacht. Naja. Besser als nix ;)

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Irgendwie unfair …

geschrieben am Sonntag, 18. November 2007 um 07:37 in Familie, Schlaflos

… ist es ja schon, daß meine Kleine ausgerechnet HEUTE und JETZT wohl beschlossen hat, das erste Mal (so gut wie) durchzuschlafen.

Um 12 hab ich das letzte Mal gefüttert. Da ich nochmal Milch nachmachen musste und sie langsam getrunken hat, hat das Füttern bis 1:15 gedauert. Bis 2:30 war sie dann wach und ich musste sie “bespaßen”. Dann wurde sie müde und ist fast sofort eingeschlafen, aber ich musste mich noch bis 3:30 im 5-Minuten-Takt um den Schnuller kümmern.
Joah, dachte ich dann. Zwischen 4 und 5 ist dann wohl die nächste Flasche fällig - schlafen lohnt also nicht mehr …

Jetzt ist es gleich 8 Uhr - und sie schläft immer noch tief und fest. *packankopp* .. Wär ich um 3:30 ins Bett gegangen hätt ich 4 Stunden DURCHSCHLAFEN können. *seufz*
Und nu häng ich hier und hau vor Müdigkeit fast mit dem Kopp aufn Schreibtisch…´

Naja, was bleibt ist die Hoffnung, daß das vielleicht ab jetzt öfter mal funktioniert^^

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Ich wär gern wieder nachtaktiv …

geschrieben am Freitag, 2. November 2007 um 11:04 in Familie, Schlaflos

.. dann wär mein Leben etwas leichter zur Zeit. Meine Maus ist nämlich genauso wie ich früher - nachts wach. Heute nacht war es besonders schlimm. Sie hat durchgeschrieen von gestern abend um 11 bis heute morgen um 5. Ich konnte machen, was ich wollte, kuscheln, füttern, wickeln, rumlaufen, nichts zu machen, sie hat sogar auf meinem und Papas Bauch geschrieen, obwohl sie sonst dort normalerweise einschläft. Und das Blödeste daran ist - genau DAS hab ich mir insgeheim gewünscht (OK, ohne das Gebrüll *lol*), denn es entspricht ziemlich genau meinem “alten” Rhythmus. Tja. Jetzt nicht mehr. Mama wird schön spießerhaft abends um 10 müde, und Alles danach wird zum nervenraubenden Kraftakt.

Und nun stehe ich da. Und überlege, ob es sinnvoll ist, mich selbst wieder auf “nachtaktiv” umzustellen. Schließlich entspricht das eher meiner Natur. Aber - eben nur meiner Natur, nicht der .. öhhmm .. ich sach mal: gesellschaftlichen Natur. Die, in der Ärzte und Ämter geöffnet haben zum Beispiel. Und vielleicht lebe ich meinem Kind damit dann direkt was “Falsches” vor. Wobei man da bei einem 3-Wochen-Säigling noch kein Drama draus machen sollte, für irgendwelche “Rhythmen” ist es da eh noch viel zu früh (was auch der Grund ist, warum ich sie nicht krampfhaft umstellen will).

Also .. wie geht es nun weiter? Kotzen mein Kind und ich uns die nächsten Nächte einfach weiterhin gegenseitig an, bis sie irgendwann von selbst merkt, daß es tagsüber spannender ist - und dafür freu ich mich darüber, tagsüber immer mal 1-2 Stunden für mich selbst zu haben, weil sie schläft? Oder halte ich mich erstmal krampfhaft komplett nachts wach, damit meine Nerven nachts nicht so blank liegen - um mich dann zu ärgern, daß mein Tag mit Schlafen “vergeudet” wird und ich nur im Halbschlaf zu Ärzten und Ämtern rennen kann ..? Ach, ich weiß doch auch nicht. Hat halt Beides Vor- und Nachteile …

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Morgens, halb 6 in Deutschland …

geschrieben am Sonntag, 28. Oktober 2007 um 05:42 in Allgemein, Schlaflos

.. und ich hätte fast die Uhrumstellung verpasst. Ich habs nur gemerkt, weil ich klotzmunter am Rechner sitze und dort auf die Uhr geschaut habe. Tja, nach über ner Stunde Kind betüddeln schläft die Kleine nun wieder ganz friedlich und ich bin wach. Dabei hab ich doch nur 2-3stündige Zeitfenster, in denen ich überhaupt schlafen könnte *rolleyes*. Naja, was solls. Dann nehm ich halt das nächste. Und wenn nicht, dann .. öhmm .. *kratzamkopp* .. renn ich wieder den halben Tag wie ein Zombie rum.

Falls mir jemand beibringen kann, wie man spontan einschlafen kann, wenn man gerade die Zeit dazu hat, und nicht, wenn man müde ist - ich hätte da noch nen Becher Rote Grütze und ein Stück Fleischwurst zu verlosen …

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Ich mag nicht mehr …

geschrieben am Samstag, 8. September 2007 um 05:41 in Schlaflos, Schwangerschaft

sadwalk
Ich weiß nicht, die wievielte Nacht in Folge ich nun um 3 Uhr wieder wach geworden bin. Nach etwa 2einhalb Stunden Schlaf. Oh, gestern hatte ich das erste Mal wieder Hoffnung geschöpft - da bin ich nach einer Stunde wieder für 2 Stunden eingeschlafen. Aber normalerweise läuft es genauso ab wie heute. Ich gehe so um halb 12 ins Bett/aufs Sofa. Quäle mich etwa eine Stunde, indem ich mich von der linken Seite auf den Rücken, dann auf die rechte Seite und dann wieder zurück wälze wie ein Grillhähnchen, um eine schmerzarme Position zu finden (die es wohl nicht mehr gibt). Das ständige Rotieren macht wohl müde, so daß ich dann gegen halb 1 einschlafe. Und relativ pünktlich werde ich dann um 3 wieder wach, geweckt durch Schmerzen und Alpträume. Und dann sitze ich hier. Bis morgens um 8. An den Computer geh ich schon kaum noch, es macht einfach keinen Spaß. Lesen klappt manchmal, aber nicht immer. Vom Fernsehprogramm um die Uhrzeit brauchen wir gar nicht zu reden. Und auf eine DVD kann ich mich auch nicht konzentrieren.

Heißt also: 5 Stunden sitzen. An die Wand starren. Grübeln.  Eine Angst jagt die nächste. Zur Zeit bin ich immer noch hin und her gerissen, was einen Kaiserschnitt angeht. Ich war lange davon überzeugt, daß ein Wunschkaiserschnitt für mich das Beste wäre. 12-18 Stunden Schmerzen (Durchschnitt bei erster Geburt) im und um den Kreißsaal herum, mögliche Risse und Komplikationen, die Tatsache, daß eine natürliche Geburt kaum planbar ist, etc. Dann kam eine lange Phase, wo ich eine “natürliche Geburt unbedingt schaffen” wollte… dann seit ein paar Tagen/Wochen wieder der Wunsch nach einem Kaiserschnitt. Tja. Und ich weiß es immer noch nicht. Oh, im Großen und Ganzen halte ich den Kaiserschnitt immer noch für “besser”. Wenn es da nicht 2 Haken gäbe. Der erste, emotional etwas weniger dramatische, ist: Es könnte spätere Schwangerschaften behindern/gefährden. Klar, im Moment kann ich mir nicht vorstellen, den ganzen Mist nochmal mitzumachen. Aber Jahre in die Zukunft schauen kann ich nunmal auch nicht.

Der zweite, wesentlich größere Haken ist meine Krankenhaus-Phobie. Bei einer ”spontanen” Geburt habe ich wenigstens die Chance, noch am gleichen Tag oder direkt am nächsten wieder nach Hause zu gehen. Bei einem Kaiserschnitt ist das ausgeschlossen. Im schlimmsten Fall bin ich für eine Weile ans Bett gefesselt. Zur Krönung bei meinem Glück evtl. ausgestattet mit einem Blasen-Katheder (eine weitere Phobie, ausgelöst durch eine traumatische Blasenspiegelung vor ein paar Jahren).
Ich weiß nicht, wie lange ich das aushalten würde. Einen Tag? Vielleicht zwei? Bevor ich mich und Alles um mich rum bekloppt mache? Mich vielleicht wieder selbst verletze, wo ich doch schon so lange “clean” bin ..? *seufz*
Dabei habe ich vermutlich nichtmal eine Wahl. Zur Zeit sieht Alles sehr nach einem Kaiserschnitt aus. Meine Maus hat es sich mit ihrem dicken Hintern schön in meinem Becken bequem gemacht. Ob sie sich nochmal dreht, ist ungewiß. Es ist nicht unmöglich, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.

Wenn man da Nacht für Nacht stundenlang drüber nachdenkt, wünscht man sich irgendwann nur noch, daß das Kind irgendwann aufm Klo von selbst rausfällt.

Dazu dann die ganzen “Nebengedanken”. Was passiert, wenn jetzt noch was schief geht? Wie würde ich es verkraften? Und wenn nichts schief geht, wie geht es dann weiter? Schaffe ich das Alles überhaupt? Wird meine Tochter es gut bei mir haben? Was mache ich eigentlich, wenn mein Mann mich verlässt? Bisher war die Reaktion klar: Psychiatrie oder Selbstmord. Mit Kind ist beides eigentlich keine Option mehr. Und nun ist bald noch ein weiteres Wesen auf dieser Welt, das ich so sehr liebe, daß es fast weh tut, und um das ich mir Sorgen machen kann, etc. Und noch tausend andere Gedanken mehr, die ich hier nicht aufzählen kann und will.

Tja. Also wieder eine typische, quälende Nacht. Gleich ist es 6 Uhr. Dann kann ich zum Bäcker gehen und mir mein obligatorisches Käsebrötchen kaufen. Und eine Bildzeitung. 10 Minuten erholsame Ablenkung, Hirn abschalten. Dann noch anderthalb Stunden aufm Sofa rumwälzen, bevor ich gegen 8 zum zweiten Mal für etwa 2-3 Stunden einschlafe. Um mich dann durch den Rest des Tages zu quälen. Ja, das Leben ist schön. Ich bin ganz sicher. Nur meins zur Zeit anscheinend nicht. 

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Errettet von Michael Ballack .. *rolleyes*

geschrieben am Montag, 27. August 2007 um 13:57 in Schlaflos

Es musste ja so kommen - jetzt schleicht sich schon die Werbung in meine Alpträume. Heute in Form von Michael Ballack, der in einer Riesen-Unisex-Gemeinschaftsdusche (fragt nicht…) plötzlich vor mir stand, um eine pöhse, pöhse Spinne vom Regal zu klauben. Er hat dabei nichtmal was gesagt. Und zum Glück auch nicht “Please forgive me” gesungen…

So langsam gehen mir meine Träume ja auf den Sack. Manchmal glaube ich, ich schlafe gar nicht mehr, sondern träume nur noch. Durch diese dumpfen Dauer-Bauchschmerzen werde ich ständig wach, und erinnere mich dadurch dann auch an jeden Scheiß. In meiner heutigen 3stündigen (Halb-)Schlafphase habe ich mich unter anderem mit meinem Mann zusammen in einem Bunker versteckt (ohne Licht und Sauerstoff), bin mit meiner Mutter stundenlang durch die Gegend gefahren, weil wir eine Straße nicht gefunden haben (übrigens die “Grüne-Froschpillen-Straße”…), habe eine Studentengruppe dabei beobachtet, wie sie ein Schiffswrack in einer künstlich angelegten Küstenszene gebaut hat, um den Umsatz einer nebenan liegenden Kneipe zu erhöhen, um am Ende aufzuwachen kurz bevor mich ein Wirbelsturm von einer riesigen Tankstelle gefegt hat.. Nein, wirklich erholsam war das nicht. Und wenn das jetzt bis zum Ende der Schwangerschaft so weitergeht, laufe ich bestimmt noch Amok…

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