*schaufuhr* .. schon wieder fast 6 .. *seufz* .. irgendwie will das mit dem Schlafen in den letzten Tagen (oder sinds schon Wochen?) einfach nicht klappen. Neuerdings überollen mich spät nachts Sorgen und Ängste .. und auch wieder Trauer. Und weil ich das weiß, geh ich eigentlich schon so spät wie möglich ins Bett, damit ich auch müde genug bin. Klappt aber nicht.
Heute wars zum Beispiel die Erinnerung an .. öhmm .. vorgestern oder so, als ich mit meiner Tochter im Garten saß .. und sie die Gießkanne entdeckt hatte und freudestrahlend rief: “Gießkanne! Omma Gießkanne! Omma Wasser rein tut!” .. Ja, Schatz, da hat die Omma immer Wasser reingetan… jetzt nicht mehr ..
Es tut zwischendurch immer noch so fürchterlich weh. Ist ja auch nicht ungewöhnlich, es überrascht mich auch nicht. Es ist nur schwierig .. ein Gedanke führt zum anderen .. wie sehr meine Mama sich zB gefreut hätte, Maya beim Sprechen lernen zu erleben. Im Hospiz hab ich ja öfter gehört “Seien Sie froh, daß sie sie überhaupt noch kennen gelernt hat!” .. ja, schon .. aber wir haben oft über die tolle Kindergarten- und Grundschulzeit gesprochen, die noch auf uns zukommt .. und die sieht sie nun nicht mehr (und wenn jetzt einer sagt, von irgendwo wird sie das schon noch sehen, sie wacht über Euch, bla: Schnauze halten, Gehirn kaufen und der Realität ins Auge sehen).
Ich habe das Gefühl, mein Leben wäre viel leichter, wenn sie noch da wäre. Auch wenn das vermutlich größtenteils Mumpitz ist .. mein Leben war nie leicht, auch vorher nicht .. aber trotzdem .. wenn ich mich - wie im Moment - irgendwie generell mit Allem überfordert fühle, denk ich sowas halt. Aber da müsste ich mich selbst irgendwie rausziehen, solche was-wäre-wenn-Szenarios helfen da ja auch nicht. Ich weiß nur nicht wie es anders geht. Ich würd z.B. zur Zeit am liebsten meine Arbeit hinschmeißen. Sie stresst mich, sie tut mir nicht gut. Blöd nur, daß ohne sie das Geld nicht reicht. Andere Geldquellen gibts auch nicht. So lange ich nicht im Lotto gewinne - das ich aus Geldmangel nichtmal spiele
- wird sich daran auch nichts ändern. Also durchziehen. Weitermachen. Versuchen, die Welt drumherum nicht aus den Fugen geraten zu lassen. Seelische Defizite durch Essen ausgleichen. Irgendwie wirds schon gehen.
Mäh. Wird Zeit, daß diese Phase vorbei geht, ich geh mir langsam echt selbst auf den Sack. Immer dieselbe Leier. Ich geh jetzt wieder ins Bett. Mal wieder versuchen, neue Träume zu träumen. In die alten war meine Mutter ja immer verwickelt. Ihr wisst schon, diese Lottogewinn-Superstar-bla-Träume. Zu allen gehörte dazu, daß ich mit meiner Mama die Freude teilen konnte. Da ist nun auch eine Lücke. Ich fürchte, die wird sich auch nicht füllen lassen.



