11.
7.

Drei Worte

geschrieben am Samstag, 11. Juli 2009 um 06:57 in Familie, Schlaflos

Ok. Ich geb’s auf. An Schlaf ist einfach nicht zu denken. Den Tag über kam ich eigentlich ganz gut damit zurecht, und die halbe Nacht habe ich mich mit arbeiten und lesen abgelenkt … aber sobald ich ins Bett gehe führen diese verdammten drei Worte zu Heulkrämpfen. Und damit ich nicht auch noch Mann und Kind wecke, stehe ich jedesmal wieder auf .. und um mich abzulenken, natürlich ..
.. “Verdacht auf Glioblastom” .. (bei Interesse bitte googeln) .. ja, es ist nur ein Verdacht .. mehr als diese drei Worte konnte ich im Krankenhaus nicht in Erfahrung bringen, da kein Arzt erreichbar war. Heute vermutlich auch nicht. Morgen .. vielleicht. Ich könnte kotzen bei so einer Betreuung …
.. also habe ich nur diesen einen Satz aus meinem halb-unerlaubten Blick in die Krankenakte .. und ein nachfolgendes, äußerst deprimierendes Googeln ..

Klar, ich versuche mich an die Hoffnung zu klammern, daß es doch was anderes ist. Irgendwas nicht so schlimmes. Aber selbst wenn … ich kann mir nicht vorstellen, daß noch irgendwas völlig Gutartiges dabei rauskommt. Und daß Mutters Symptome wieder weggehen ist auch sehr unwahrscheinlich … was im Prinzip bedeutet .. daß ich meine Mama schon letzten Samstag irgendwie .. verloren habe .. ja, klingt jetzt total bescheuert .. aber sie hat sich so verändert .. sie merkt sich nichts, rein gar nichts mehr .. ein normales Gespräch ist so gut wie nicht mehr möglich ..
… ich versuche krampfhaft, mich an die letzte Situation zu erinnern, in der sie noch “normal” war .. aber es fällt mir einfach nicht mehr ein .. die vorletzte Woche war sie ja auch schon krank, irgendwas mit dem Magen, und auch schon nicht mehr ganz auf der Höhe .. so im Nachhinein könnte die Übelkeit auch gar nix mit der diagnostizierten Magenschleimhautentzündung zu tun gehabt haben, sondern schon ein Symptom für erhöhten Gehirndruck gewesen sein .. aber wer geht schon bei Übelkeit mit Verdacht auf Hirntumor ins Krankenhaus?! .. was solls, unnütze Gedanken .. die Woche früher hätte nichts verändert .. am Wochenende jetzt machen sie im Krankenhaus ja auch nichts .. nehme ich an .. sagt mir ja keiner .. da liegt also meine völlig unzurechnungsfähige Mama, und die stellen vielleicht irgendwelche Sachen mit ihr an. Und ich erfahre es nicht. Weil sie auf den ersten Blick nicht unzurechnungsfähig erscheint, denke ich. Sie erinnert sich zwar an nix, aber zu irgendwas zustimmen oder was unterschreiben kann sie ja noch. Sie weiß es nur 2 Minuten später nicht mehr .. sie hat keine Chance, darüber nachzudenken. Sie nimmt einfach die aktuelle Situation als gegeben hin, denn es gibt nichts anderes mehr für sie. Man könnte ihr sagen, Frau T., wir amuptieren ihnen gleich das Bein, das ist notwendig .. ist das in Ordnung? .. und sie würde mit ziemlicher Sicherheit einfach Ja sagen, weil sie ja nichtmal weiß, warum sie im Krankenhaus ist .. mein Gefühl sagt mir, daß das dem Pflegepersonal dort noch nicht ganz klar ist .. ich hoffe, daß ich das in den nächsten Tagen irgendwie klären kann .. falls sich mal ein Arzt blicken lässt ..
.. es ist so grausam, Mutters Änderungen mit anzusehen .. aber so sehr ich meine “alte” Mama auch wiederhaben möchte - für sie ist es wohl besser so. Ich selbst kann den Gedanken schon nicht ertragen, daß sie Maya vielleicht nicht mehr aufwachsen sieht .. wie soll SIE sich fühlen, wenn sie weiß, daß sie sich von ihrer heißgeliebten Enkelin trennen muß?! .. ich kann da gar nicht drüber nachdenken, dann läuft mein Hirn Amok ..

.. und weil mein Hirn auch gerade schon in diese Richtung unterwegs ist, muss ich hier abbrechen. Ist ja auch alles sinnlos, wenn ich nicht mehr weiß als diese beschissenen drei Worte .. Ich werde jetzt die gefühlt 80te Zigarette rauchen, schon wieder irgendwas essen, das Buch zu Ende lesen, das schon fast zu Ende ist .. und dann doch noch irgendwie schlafen .. mit dem Wissen, daß ich mich morgen den Tag über wieder ganz gut halten werde .. übrigens ohne das Gefühl zu haben, daß ich mich verstelle oder was verdränge, es geht mir dann tatsächlich besser .. ist tagsüber wohl einfach nur leichter .. bis zur nächsten Nacht ..

10.
7.

Das passiert doch immer nur den Anderen?!

geschrieben am Freitag, 10. Juli 2009 um 00:01 in Familie

Ist doch so? Schlimme Dinge treffen nicht die eigene Familie, immer nur Fremde, ODER? .. *haumitkoppauftischkante*

Ich fang mal von vorne an, ist mir gerade nach ..

Alles begann damit, daß meine Mutter am Samstag plötzlich wirres Zeug von sich gab. Sie sollte mich zum Bahnhof fahren, sagte aber, sie fühle sich “hufflepuff” (!!!), außerdem müsse sie noch ein Brot backen. Und irgendwas mit Harry Potter war da auch noch… so völlig ohne Zusammenhang, und sie schien auch nicht zu begreifen, daß sie da gerade Mist erzählt ..
Ich bin da schon leicht alarmiert übers Wochenende weggefahren. Ich mein, vielleicht war sie ja doch gerade erst wach geworden, oder sie hat das Wetter nicht vertragen, oder zu wenig getrunken, oder oder oder … auch als sie dann am Samstag Abend am Telefon meinte, ob wir schon gefrühstückt hätten, habe ich versucht, mir noch keine allzu großen Sorgen zu machen ..

Leider war die Sache als ich wiederkam dann doch nicht vorbei. Sie hat zwar nicht mehr wirr dahergeredet, dafür war sie ungewöhnlich still. Und ständig müde. Sie hat den halben Tag verschlafen. Dazu dann schon recht große Kurzzeit-Gedächtnislücken.
Früher ist sie immer vormittags so gegen elf zu mir gekommen, zum brunchen, quatschen, Kind sehen .. die letzten Tage habe ich um 12 Uhr angefangen, sie zu wecken. Dann um halb 1 nochmal. Und um 1. Und um halb 2 .. und jedesmal hatte sie vergessen, daß ich sie schonmal angerufen hatte .. und das ging dann die ganze Woche so weiter ..

Dann hat mich heute vormittag meine Schwester angerufen, um von Problemen auf der Firma zu berichten. Dabei hat sie dann beiläufig erwähnt, daß Mama sie gestern Abend zur Arbeit schicken wollte. Außerdem würde in der Küche auf dem Herd das Essen vergammeln ..
Da habe ich mich spontan entschlossen, Mutters Hausärztin anzurufen. Die versprach dann, sich bei meiner Mutter zu melden ..

Daraufhin bin ich dann hoch zu meiner Mutter gegangen, um Bescheid zu sagen … da wurde mir dann erst so richtig bewusst, WIE gross die Gedächtnislücken sind.. ich habe ihr 5 oder 6 mal in nur wenigen Minuten Abstand gesagt, daß ihre Ärztin anrufen wird. Und sie hat es immer wieder vergessen. Sie saß einfach nur verwirrt auf dem Sofa.

Als die Ärztin dann anrief, haben sie kurz miteinander gesprochen. Sie würde dann abends zur Sicherheit mal vorbeikommen .. und die Ärztin gab mir den Auftrag, meine Mutter zum Trinken zu animieren. Wäre schließlich das Wahrscheinlichste, daß die ganze Verwirrung von Flüssigkeitsmangel kommt.

Also habe ich meine Mutter gebeten, mit nach unten zu kommen, weil ihre Wohnung nicht kindersicher genug ist, um sich dort länger mit einem Kleinkind aufzuhalten. Ja, kein Problem, sie wäre gleich da ..

.. nach ner halben Stunde habe ich angerufen .. sie wusste von nichts .. aber sie wäre gleich da .. das gleiche Spielchen nochmal ne halbe Stunde später, und dann nochmal .. nach ner weiteren halben Stunde habe ich sie dann persönlich abgeholt .. sie hatte sich wieder hingelegt, und wusste natürlich immer noch nichts davon, daß sie zu mir kommen sollte. Oder daß sie mit der Ärztin gesprochen hat. Oder das die Ärztin abends noch kommen will ..

Sie hat dann 2 Stunden halb schlafend auf meinem Sofa verbracht, während ich sie “gezwungen” habe, 2 Gläser Cola zu trinken und mal von nem Brötchen abzubeißen.

Als die Ärztin dann kam, hat sie sie direkt ins Krankenhaus geschickt. Der Flüssigkeitsmangel wäre schon erheblich, da sollte zur Sicherheit mal einer gucken ..

Also 3 Stunden in der Aufnahme .. ist ja nicht so, daß ich das nicht mittlerweile kennen würde .. nach EKG, großem Blutbild, Lungen-Röntgen, etc. war auch da die einhellige Meinung, daß die Verwirrtheit am Flüssigkeitsmangel liegt, und es war geplant, sie ein paar Tage dazulassen, vollzupumpen, und dann weiter zu schauen ..

Ich habe dann nochmal darauf hingewiesen, daß meine Mutter sich wirklich sehr verändert hat, und das ganze sehr plötzlich. Daraufhin wurde dann doch zur Sicherheit ein Neurologe hinzugezogen ..

Der hat dann nach den üblichen Händewackel- und Augenroll-Übungen erstmal nichts weiter feststellen können .. aber als ich dann gesagt habe, daß meine Mutter sich nicht daran erinnern kann, daß sie vor ner halben Stunde geröngt wurde, daß sie ihr Blut abgenommen haben, also praktisch nichts mehr von gesamten Aufenthalt, hat er sie doch nochmal befragt .. und stellte fest, daß sie sich nichtmal mehr erinnern konnte, welches Jahr wir haben ..

Also wurde ein CT angeordnet, und dann auch recht zügig durchgeführt.

Meine Mutter hat von alldem nicht wirklich viel mitbekommen. Sie hat nur immer wieder gesagt, sie wäre so schrecklich müde. Und ich sähe auch müde aus. Ich sollte mich doch hinlegen. … bis zum eintreffen der CT-Bilder habe ich ihr also immer wieder erklärt, daß ich mich im Krankenhaus nicht so einfach hinlegen kann ..

Nach ner gefühlten Stunde kam dann der Neurologe, tippt auf dem Computer rum, schaut sich die Bilder an .. und geht wieder. Ohne ein Wort zu sagen. Ich habe noch mitbekommen, wie er mit nem Kollegen telefoniert hat, mehr nicht ..
Nach ner weiteren halben Stunde kam dann die Stationsärztin zu mir, und hat mir endlich die Diagnose gesagt:

Gehirntumor.

Bamm. Einfach so. Wie groß, und was, und wie, und überhaupt, alles unbekannt (oder es wurde mir nur nicht gesagt ..). Da ist halt was in Mutters Gehirn, was da nicht hingehört. Näheres würde man in den nächsten Stunden / Tagen herausfinden, wenn die Neurochirurgen von ihrer OP wieder zurück sind und ein MRT gemacht wurde …
Da um den Tumor herum auch noch eine leichte Schwellung ist, liegt sie jetzt erstmal zur Sicherheit auf der Intensivstation und bekommt wohl sowas wie “abschwellende Medikamente”.

Und nun hocke ich hier. Und versuche mich in einer Mischung aus Verdrängen und “positiv Denken”. Also möglichst nicht drüber nachgrübeln, und wenn, dann immer an die Möglichkeit, daß es vielleicht gar nicht so schlimm ist. Immerhin weiß ich ja noch gar nix. Ist vielleicht gutartig, wird rausgeschnitten, fertig. Oder ist einfach mit Tabletten zu behandeln. Kann ja Alles sein ..

.. dummerweise sagt mein Bauchgefühl was anderes. Die mitleidigen Blicke der Krankenschwestern und das beiläufige, mitfühlende Schulter-Streicheln der Ärztin sind halt doch nicht spurlos an mir vorbei gegangen ..
.. außerdem neige ich eh dazu, immer vom Schlimmsten auszugehen. Eigentlich ganz praktisch, weil man dann - zumindest theoretisch - darauf vorbereitet ist. Aber alleine der Gedanke, daß meine Mutter vielleicht ihre Enkelin nicht mehr aufwachsen sieht, ist schon so schmerzhaft, daß ich zwischendurch doch immer mal in Tränen ausbreche ..

Nungut. Heute Nacht wird sich an der Situation erstmal nichts ändern. Morgen weiß ich vielleicht schon mehr. Und es ist auch irgendwie tröstend, daß meine Mutter alles wieder vergißt - also auch die ganzen Untersuchungen, und vermutlich auch die Diagnose .. als ich mich auf der Intensivstation von ihr verabschiedet habe, machte sie zumindest den Eindruck, als ob sie immer noch nicht so genau weiß, was sie eigentlich im Krankenhaus soll ..

Dann drückt mal die Daumen, daß die Sache dann doch noch irgendwie .. positiv endet. Also so positiv, wie es unter den Umständen möglich ist …

29.
6.

Katze abzugeben ..?

geschrieben am Montag, 29. Juni 2009 um 00:05 in Familie

Ich bin gerade tottraurig :( .. ich befürchte, ich werde meine kleine, süße Jenna abgeben müssen. Nach fast 9 Jahren.

Auslöser ist der Wutanfall meines Mannes, als er bemerkt hat, daß sie ihm Schuhe und Arbeitsanzug vollgepinkelt hat. Mal wieder. Wie gesagt - Auslöser, nicht der Grund!
Der Grund ist, daß ich das Gefühl habe, daß sie sich hier einfach nicht mehr wohl fühlt. Und das drückt sie unter anderem eben mit dem Protestpinkeln aus.

Angefangen hat das ja schon vor über anderthalb Jahren, als Maya geboren wurde. Ganz am Anfang ging es noch, aber seit mein Kind “grapschen” kann, ist Jenna eigentlich nur noch auf der Flucht. Zum Protestpinkeln kam es da zwar noch nicht, aber sie hat sich da schon ziemlich zurückgezogen.

Dann ist irgendwann Fly, ihre Schwester gestorben. Und sie wurde nochmal ein ganzes Stück ruhiger.
Den “Rest” haben wir ihr dann wohl gegeben, als der Kater ins Haus kam. Hätte ich vorher geahnt, daß sie ihn einfach nicht leiden kann, hätte ich ihn ja niemals geholt. Aber ich dachte ja, sie ist Zweisamkeit gewöhnt, und da sie immer stiller wurde, dachte ich, ich tue ihr was Gutes, wenn sie wieder einen Spielkameraden bekommt :( Ich hab ja auch wochenlang gehofft, daß sie sich noch aneinander gewöhnen. Zeitweise sah es ja auch ganz gut aus, nach ein paar Wochen haben sie sich sogar EINMAL ein Kissen geteilt.
Das war’s dann aber auch. Wir haben den Kater jetzt seit November, über ein halbes Jahr - und sie faucht ihn immer noch an, wenn er näher als 2 Meter kommt :( .. und seit etwa diesem halben Jahr pinkelt sie eben alles an, was auf dem Boden liegt. Und besonders gerne alles, was nach meinem Kind riecht ..

Und ihr gesamtes Verhalten zeigt mir, daß sie eigentlich einfach nur ihre Ruhe will. Sie kommt nur noch alle paar Tage an, um mit mir zu schmusen. Ansonsten ist sie immer nur auf der Suche nach einem ungestörten Plätzchen und läuft geduckt durch die Gegend. Zuletzt habe ich sie ab und zu liegend im Katzenklo gefunden .. ich mein .. wie schlecht muss es einer Katze gehen, damit sie sich freiwillig in ein müffelndes Katzenklo legt?! Ist ja nicht so, daß sie es nur macht, wenn es gerade “frisch” ist :(

Normalerweise sollte man ja sagen, daß die ältere Katze auch die älteren Rechte hat, ergo müsste der Kater wieder gehen. Aber da spielen ja auch schon wieder andere Faktoren eine Rolle. Der Kater ist zB ein super Spielkamerad für meine Tochter, während Jenna sie nur anfaucht und auch schon mehrfach gekratzt hat. Der Kater pinkelt (höchstwahrscheinlich) auch nichts an. Das wird zu einem wichtigen Argument, wenn das Kinderzimmer erstmal fertig ist - wir müssten versuchen, Jenna irgendwie aus dem Kinderzimmer rauszuhalten. Denn nur, weil der Kater dann weg wäre, mag sie mein Kind ja nicht lieber .. und ein stinkendes, vollgepinkeltes Zimmer möchte ich meiner Tochter ja nun auch nicht antun.
Mal ganz davon ab, daß es meiner Katze ja auch nur halb-gut gehen würde, wenn das Kind so einen Stress verursacht :(

*seufz* .. ich liebe Jenna. Sie ist seit 9 Jahren Familienmitglied. Sie ist eingezogen, als sie gerade 4 oder 5 Wochen alt war. Und Fly habe ich ja schon verloren. Ich heule schon seit ner Stunde, obwohl die Entscheidung noch gar nicht gefallen ist. Und jetzt, wo ich zu ihr rüber gucke, sieht sie auch gar nicht mehr so traurig aus wie sonst. Kind ist ja im Bett, der Kater wärmt hier mit dem Hintern meine PC-Maus, jetzt hat sie ja Ruhe ..
Aber was, wenn es ihr woanders wirklich besser geht? Was bin ich für ein Katzenhalter, wenn ich meiner unglücklichen Katze nicht helfe, nur weil ich sie unbedingt behalten will? Ich mein, wenn sie schwer krank wäre und es stünde die Entscheidung an, ob sie eingeschläfert werden muss - dann würde ich sie ja auch erlösen, und nicht weiter leben lassen, nur damit ich sie noch nicht gehen lassen muss ..

Ich müsste also einen ruhigen, kinderlosen Haushalt finden, der meine 9 Jahre alte Katze als Einzelkatze aufnimmt (wobei ich natürlich nicht sicher sein kann, ob sie nicht vielleicht doch eine ruhige, ältere Zweitkatze akzeptieren würde, die sie nicht ständig mit Spielaufforderungen “belästigt”). Die zwar lieb und zutraulich ist, aber dennoch öfter mal ihre Ruhe braucht. Die evtl. auch dort zwischendurch mal stress- oder protestpinkelt, vielleicht auch ne Zeit lang am Anfang, wegen der Umstellung. Die auch immer wieder Probleme mit ihrem linken Ohr hat und zwischendurch behandelt werden muss. … habe ich da überhaupt eine Chance? .. Ins Tierheim geben kann ich sie auf keinen Fall, ich will, nein, ich MUSS wissen, wo sie unterkommt…
Gut, auf der positiven Seite steht, daß sie keinen Freigang braucht. Außerdem kratzt sie nicht an Möbeln oder Wänden, räumt keine Regale leer, wühlt nicht in Mülltüten, bettelt nicht und frisst eigentlich alles…

Ach, ist doch alles scheiße. Ich hab die fürchterliche Vorstellung im Kopf, daß ich sie abgebe, und es geht ihr trotzdem nicht besser. Oder daß wir im Nachhinein doch noch herausfinden, daß der Kater genauso Alles anpinkelt und mein Mann dann immer noch regelmäßig ausrastet (ist sehr unwahrscheinlich - Jenna habe ich schon zigmal erwischt, den Kater noch nie ..).

Also nochmal ne Nacht drüber schlafen. Und heulen. Nein, ich will sie nicht abgeben. Es wird mir eine lange Zeit sehr schlecht gehen, wenn ich es tue. Aber immer noch besser, als wenn es IHR den Rest ihres Lebens schlecht geht :(

Nachtrag
so .. es ist jetzt 5 Uhr morgens. Und ich heule seit geschlagenen 2 Stunden durch. Beim kleinsten Gedanken daran, Jenna wegzugeben, kriege ich sofort nen Heulkrampf .. :( .. ich kann mir noch so oft einreden, daß sie ja eh nicht mehr so oft zum Schmusen kommt, daß es ihr woanders besser geht, daß es im Grunde “nur” ein Tier ist, etc. .. es nützt nix .. ich bin völlig am Ende .. ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn wirklich jemand käme um sie mitzunehmen .. entweder, ich fall schon vorher vor den Leuten auf die Knie und bettel darum, sie hierzulassen .. oder ich breche völlig zusammen, wenn sie aus der Tür raus sind. Und werde dann meinen Mann tagelang heulend anflehen, sie zurückzuholen .. meine Güte, ich musste mich schon so richtig zusammenreißen, um meine tote Fly nicht doch noch wieder auszugraben (!!) .. wie soll das werden, wenn ich weiß, daß Jenna noch “irgendwo” ist, und ich nicht zu ihr darf?? .. ich glaub, ich pack das einfach nicht ..

23.
6.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

geschrieben am Dienstag, 23. Juni 2009 um 04:38 in Schlaflos

Boah gehts mir schlecht .. :( .. die Zahn-OP ist jetzt knapp 10 Stunden her, und die Nachwirkungen sind immer noch heftig. Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Nasenschmerzen, Übelkeit .. dazu immer noch dieser gräßliche Geschmack im Hals, wenn ich huste oder niese.. und weil mir der ganze Scheiß während der OP in den Rachen gelaufen ist, mache ich das noch ziemlich häufig. Und es tut jedesmal weh.
Besonders schlimm sind diesmal auch die Depressionen. Vermutlich durch die Narkosemittel, vielleicht verstärkt durch den Koffein-Entzug, keine Ahnung. Ich weiß nur, daß ich schon beim aufwachen heulen musste. Nein, nicht vor Erleichterung, weil es vorbei ist. So war das früher mal. Ich kann mich noch erinnern, daß ich nach meiner allerersten ZahnOP vor FREUDE geheult habe, weil ich es überstanden hatte…
Aber nach der 8ten Narkose für ne Zahnbehandlung ist es eigentlich nur noch .. ätzend. Sozusagen “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.” In absehbarer Zeit wird es wieder genauso sein. Die Panik. Die Schmerzen. Die häßlichen, kaputten Zähne. Das abartige Gefühl beim Spritzen der ersten Narkosemittel. Das noch abartigere Gefühl beim wieder Aufwachen. Hat wieder mal ewig gedauert diesmal, hab ja gerade ne “schwere Phase”, sprich: ich krieg Mittel, die nen kleinen Elefanten umhauen würden. Und dann dauert das entsprechend lange. Und ich wollte einfach nur kotzen. Heulen. Wieder einschlafen. Aufstehen. Mich endlich bewegen können. Die Schmerzen loswerden. Die blöde Kanüle rausziehen, die IMMER weh tut. Alles gleichzeitig.
Danach dann die erschreckende Erkenntnis, das WIEDER irgendwas schiefgelaufen ist. Irgendwas ist immer. Diesmal hat der Zahnarzt ne riesige Beule am Zahnfleisch übersehen, obwohl ich die Sprechstundenhilfe vorher darauf hingewiesen habe. Er war dann hinterher sichtlich erschrocken, und rätselt wohl jetzt immer noch, von welchem Zahn das nun kommt.
Außerdem hat er mir ganz stolz erzählt, daß bei einem Zahn der Nerv freilag, und er ihn eigentlich hätte ziehen können. Aber er hat ihn noch gerettet … ok, wenn der Nerv sich nicht beruhigt und weiter weh tut, dann wird der Nerv halt demnächst gezogen. Da bräuchte man dann ja auch keine Narkose für … *haumitkoppauftischkante* .. er hat wohl immer noch nicht begriffen, daß ich mir von ihm nichtmal die Zähne PUTZEN lassen würde. Da “mal eben” nen Nerv rauszuziehen ist .. unmöglich. Ja, unmöglich. Was im Zeifelsfall heißt: Schmerzen bis zur nächsten Narkose. Nur weil die Ärzte jeden beschissenen Backenzahn retten wollen. Warum nur, warum … ich hab auf der anderen Seite schon eine Zahnlücke, die stört mich nicht im geringsten. Vielleicht Alles nur eine Geldfrage. An gezogenen Zähnen kann man ja nix mehr verdienen :( .. Ich hab dann auch direkt mal gefragt, was ich tun muss, damit mir endlich ALLE Zähne gezogen werden und ich ein Gebiss kriege. Er meinte dann nur, daß damit die Probleme erst anfangen würden, so von wegen Druckstellen, wackelndes Gebiss, etc. .. ahja .. was sind Druckstellen und ein wackelndes Gebiss gegen ständige Panik, Zahnschmerzen, Wurzelentzündungen, Scham wegen der häßlichen Zähne, das regelmäßige Risiko während der Vollnarkose?! .. sorry, aber für mich ist die Vorstellung eines Gebisses schon nahezu .. himmlisch. Und da die Phobie ja auch immer schlimmer wird .. seit ein paar Tagen habe ich nämlich ein neues Symptom - ich würge jetzt beim Zähneputzen. Na, das wird noch lustig in den nächsten Jahren :(
Ich weiß auch nicht, was ich machen soll, wenn ich mal nen Zahn im Frontbereich verliere .. gibt es da überhaupt ne Lösung, die komplett unter Vollnarkose fertig gestellt werden kann? Brücken, Kronen, etc. werden ja immer nachher eingebaut, das fällt flach .. Implantate sind zu teuer … also schonmal trainieren, mit der Hand vorm Mund zu lachen, damit man später die Lücken nicht sieht .. :(
Also, falls hier ein Zahnarzt mitliest, der mich endlich “erlösen” kann und bereit ist, mir alle Zähne zu ziehen - bitte melden Sie sich.

Ich weiß nicht, ob sich jemand vorstellen kann, wie sehr ich gerade die Schnauze voll habe. Direkt nach dem Aufwachen habe ich sogar echt gedacht: wenn ich das noch ein paar Mal mitmachen muss, spring ich lieber von irgendner Brücke, dann is endlich Ruhe.
Keine Sorge, ich habe schon ewig keine Selbstmordgedanken mehr. Aber in solchen Momenten, wenn man dann noch völlig benebelt ist .. *seufz*

.. und die dicke Rechnung kommt auch noch. Man muss ja für die blöden Kunststoff-Füllungen, die teilweise nur 1-3 Jahre halten, ordentlich zuzahlen. Ich glaube irgendwas ab 20 Euro pro Füllung. Und da bei mir über 20 Zähne kaputt waren .. oha .. das wird teuer. Ganz ehrlich - für Füllungen im nicht sichtbaren Bereich hätte ich gerne wieder Amalgam. Ja, ich weiß, ungesund. Aber die halten wenigstens halbe Ewigkeiten. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ne Amalgam-Plombe verloren zu haben. Die wurden alle nur nach und nach ersetzt. Von den Kunststoffdingern hab ich bestimmt schon 6 oder 7 Stück im Laufe der Jahre verloren ..
Keramik wäre noch schön, aber das kann sich ja kein Schwein leisten. Außerdem sind das glaube ich Inlays, die sich nicht komplett während der Vollnarkose herstellen und einbauen lassen …

Najut, was kleines Positives gibt es auch zu berichten - der Arzt hat meine Schneidezähne diesmal echt super hinbekommen. Die Füllungen haben nahezu das Gelb meiner Zähne und sie fallen kaum auf. Jedenfalls um Lichtjahre besser als die am Schluss wirklich auffallenden, braun-schwarzen Löcher. Und es sind diesmal auch nicht alle Lücken zugeschmiert wie beim .. öhmm .. letzten oder vorletzten Mal. Nee, doch, sieht echt OK aus. Nicht für lange, aber immerhin.

So. Ich geh dann noch ne Stunde heulen aufm Sofa. Dann muss mein Mann zur Arbeit, und ich muss dann seinen Platz im Familienbett einnehmen. Meine Maus schläft ja immer noch nicht alleine. Oh, mein liebes süßes Kind .. ich wünsche Dir so sehr, daß Du nicht meine beschissenen Zähne geerbt hast. Dein Papa hat zwar auch ein paar Füllungen von früher, aber seit ich ihn kenne hat er keine Schwierigkeiten mit seinen Zähnen, und das sind nun schon über 10 Jahre. Beneidenswert. Und da Du Mundpartie und Zahnstellung schon von ihm geerbt hast, hoffe ich sehr, daß die “Substanz” da auch zugehört…

20.
6.

Alltime Favourites VIII

geschrieben am Samstag, 20. Juni 2009 um 03:42 in Musik

Öhmm … nagut .. ALLTIME favourite ist hier vielleicht übertrieben ;) .. aber ich fand das Lied früher ganz toll, und außerdem ist mir gerade langweilig und mir ist - mal wieder - nix besseres für mein Blog eingefallen .. also dann: Viel Spaß :D

.. hmm .. obwohl .. ich glaub, “Crucified” fand ich mindestens genauso gut .. na, was solls *g*:

22.
5.

DAS war ne Finalshow!

geschrieben am Freitag, 22. Mai 2009 um 03:56 in Musik, Television

Wie Ihr wisst verfolge ich zwischendurch “American Idol”, das amerikanische DSDS. Und bei denen war gestern die große Final-Entscheidungsshow.

Nunja .. solche Shows haben wir hier gar nicht - die Amis verkünden die Voting-Ergebnisse immer erst nen Tag später in einer eigenen Sendung, während das bei uns ja spät Abends noch gemacht wird.
Das einzig Vergleichbare ist wohl der letzte Gruppenauftritt “unserer” Top10 - das GROTTENSCHLECHT gesungene “Time of my Life” .. neeneeeneee ..

Die Finalshow in den USA ist da ne .. etwas andere Hausnummer… *hust*.
Lionel Richie, Cindy Lauper, die Black Eyed Peas, Keith Urban, Steve Martin (boah ist der alt geworden), Rod Stewart (dito), Queen Latifa, Carlos Santana … QUEEN und KISS (!!!) … alle möglichen Stars singen zusammen mit einem, mehreren oder allen der Top13. Dazwischen ist die Top13 auch noch mehrfach auf der Bühne - und sie können alle singen .. ich erinnere an dieser Stelle nochmal dezent an “Time of my Life” :roll:

Achso - Adam hat übrigens überraschenderweise nicht gewonnen, er wurde nur Zweiter :( .. Naja, er hat es am Ende mit den hohen Tonlagen vielleicht etwas übertrieben *seufz* .. Dabei waren alle so sicher, daß er gewinnt - selbst der “echte” Gewinner (Kris Allen) konnte es kaum fassen, und seine Mutter ist fast umgekippt^^
… aber das war nach DER Show fast egal. Von den 90 Minuten (ohne Werbung) waren 89 (!!) Showprogramm und Jubelei - Ryan Seacrest (= US- Marco Schreyl) hat gerade mal 30 Sekunden gebraucht um schlicht zu sagen “The Winner is …”. Ich erinnere noch ein letztes Mal an DSDS - wo sich die Auswahl für ne gefühlte Stunde wie Kaugummi hinzieht >.<

Tja. Das war’s dann wieder für dieses Jahr. Hat Spaß gemacht :)

10.
5.

Muttertag

geschrieben am Sonntag, 10. Mai 2009 um 13:34 in Familie

Erínnert Ihr Euch noch an meinen Beitrag zum Muttertag vom letzten Jahr? Wo ich meinen Mann so gelobt habe?

Joah. Dieses Jahr gab es als Ausgleich .. NICHTS. Gar nichts. Keine Blumen. Kein Frühstück*. Keine Pralinen. Nicht mal ne nette Botschaft im Editor beim Monitor-Einschalten. Einfach nichts.

:(

Das macht mich ganz schön traurig ..

(*OK, meine Mutter (!!) hat mir 2 Croissants gebacken)


PS: Ich habe heute (einen Tag später) “nachträglich” ne Packung Milka-Herzen und ein “Ich liebe Dich” per Text-Editor bekommen .. :) .. war ihm wohl doch etwas unangenehm, daß es mir gestern deswegen so schlecht ging ..

1.
5.

1.Mai, 14:00 Uhr, Dülmen, Beach Club am Joy’n Us

geschrieben am Freitag, 1. Mai 2009 um 23:19 in Allgemein

Hallo Ihr Spacken!

Na, amüsiert ich Euch immer noch köstlich über die dicke, häßliche Frau, die Euch nach dem Weg nach Coesfeld gefragt hat? Ja, Ihr, genau Ihr, Ihr bunten, sonnen-geschädigten und -bebrillten, totaaaal lustigen Mittzwanziger, die Ihr mit einer ca. 8er-Gruppe einen der Außentische bei o.g. Beach Club belegt hattet. Am 1. Mai, gegen 14:00 Uhr.
Ja, ich bin diese Frau. Die, die Ihr in die falsche Richtung geschickt habt. Jaja, ganz einfach, in die Richtung (Finger ausstreck), und dann am Bahnhof rechts. Mit dem NETTEN Hinweis, daß es da auch einen Zahnarzt gäbe.

Zum Glück habe ich Euch beim weggehen gerade noch lachen gehört, so daß ich doch etwas misstrauisch wurde - auch wenn ich gerne immer noch glauben wollte, daß Ihr einfach nur eine “lustige Runde” seid. Meine Mutter und ich haben dann kurzfristig beschlossen, einfach erstmal in die entgegengesetzte Richtung zu fahren - drehen konnten wir immer noch irgendwo, falls ich mich in Euch getäuscht hatte. Und wär hätte es gedacht - es war der DIREKTE Weg nach Coesfeld. Na sowas aber auch.

Hört mal, Ihr Idioten. Wir waren bereits seit 2nhalb Stunden unterwegs, davon über ne Stunde quer durch den Garten auf der Suche nach - im Münsterland wohl rar gesäten - Wegweisern. Die Sonne hatte das Auto auf über-sommerlich unschöne Temperaturen aufgeheizt. Wir hatten ein extrem quengeliges Kleinkind im Auto. Eure Wegbeschreibung hätte uns locker nochmal ne Stunde um den Pudding gejagt, und uns vermutlich sogar nochmal zum Tanken gezwungen.
Das ist NICHT lustig.
Darüber hinaus war die Zahnarzt-Bemerkung so extrem unhöflich, daß mir später überhaupt erst aufgefallen ist, was damit gemeint war.

Aber mit kleinen, dicken, hässlichen Frauen kann man es ja machen. Ner blonden Model-Ische hättet Ihr vermutlich die Füße abgeleckt und sie persönlich bis nach Coesfeld getragen.

Also nochmals “vielen Dank” für Eure “Hilfe”. Ich wünsche mir, daß der Spruch “Man sieht sich immer zweimal im Leben” stimmt …

:-x

PS: Aber ein ernst gemeintes, dickes Dankeschön an die beiden netten Parkplatzwächter aus Münster, die sich trotz mangelnder Ortskenntnis sehr bemüht haben, uns zu helfen.

PPS: Und ja, wir haben dann ja schlussendlich doch den richtigen Weg gewählt, es ist also “nix passiert”. Aber es hätte auch locker anders ausgehen können. Die ##zensiert## hätten nur 10 Sekunden länger das Lachen unterdrücken müssen. Oder es hätte jemand (noch) naiveren als mich erwischt. Das ist einfach scheiße, und das regt mich auf. Punkt.

28.
4.

Harte Nacht

geschrieben am Dienstag, 28. April 2009 um 22:53 in Schlaflos

Ja, das wird heute wirklich wieder eine harte Nacht ..
Ich hab mir nämlich letzte Woche todesmutig für morgen einen Termin beim Zahnarzt geholt. Und zwar OHNE akute Schmerzen o.O .. ich weiß auch nicht so genau, was mich da geritten hat. Vermutlich kurzfristige Panik, weil mir mittlerweile die zweite Plombe rausgeflogen ist.

Seis drum. Es ist schon wieder soviel kaputt, daß sich eine Komplett-Sanierung lohnt. Mehr als 10 Löcher, schätze ich .. 2 riesige, wo die Plomben fehlen, 3 im oberen Frontzähne-Bereich, die man von vorne sehen kann .. und jede Menge kleine, teilweise unterm Zahnfleisch versteckt. Ich hoffe mal, der Zahnarzt erwischt dann auch alle.

Und ich hoffe, ich muss nicht ewig auf nen Termin warten. Da die Krankenkassen nicht mehr so gerne bezahlen, gibts leider keine monatlichen Vollnarkose-Termine mehr :( .. gnaa .. der Krankenkassen-Hickhack geht mir jetzt schon wieder aufn Sack. Meine Krankenkasse sagt eindeutig, sie zahlt alles, was der Arzt als “notwendig” aufschreibt - gibt es mir aber nicht schriftlich. Die Anästhesistin behauptet aber steif und fest, die würden nur die erste halbe Stunde der Vollnarkose zahlen. :roll: .. am liebsten würde ich dem Mist aus dem Weg gehen und direkt alles selbst bezahlen. Aber Geld scheißen kann ich nunmal auch nicht.

*seufz* .. und nun sitz ich wieder hier .. und versuche, meine Panikattacken irgendwie in Grenzen zu halten. Soviel zur “Konfrontationstherapie”. Pfff .. ich hatte mittlerweile schon einige dieser “Pre-OP-Termine”, und es ist nie was schlimmes passiert. Man sollte doch annehmen, daß dadurch wenigstens die Angst vor DIESEN Terminen weniger wird. Pustekuchen.

Aber das ist bei mir wohl generell so. Ich hab schon mal ne Spinne gestreichelt .. ich hatte ne gute Phase, und dachte mir, komm, geh mal ne “unwichtigere” Phobie an. Und ich habe mich überwunden. Das ging zwei, drei mal gut - und dann bin ich beim Anblick der nächsten Spinne wieder quiekend durchs Haus gehüpft.
Oder auch beim Autofahren. Da hat sich ja schon in der Fahrschule eine Phobie entwickelt - die ich mir halbwegs erfolgreich selbst ausgeredet habe. Ausreden musste, sonst hätte ich nie meinen Führerschein zu Ende gemacht.
Danach bin ich anderthalb Jahre lang gefahren, fast jeden Tag. Ohne große Schwierigkeiten, keine Unfälle (Ok, ein Mini-Blechschaden beim Ausparken…), etc. Aber immer mit ner Wahnsinns-Angst. Jede Fahrt eine Überwindung mit ner Stunde Vorbereitungs- und Mutsammel-Zeit. Und diese Angst wurde bei jeder Fahrt schlimmer. Obwohl mir jeder gesagt hat, daß die immer WENIGER werden würde. Nö, bei mir natürlich nicht. Ich war heilfroh, als meine Augen in der Schwangerschaft so schlecht wurden, daß ich nicht mehr fahren KONNTE. Mittlerweile würde es wohl wieder gehen .. aber ich weiß immer noch nicht so recht, ob man mich mit meinen Panikattacken wirklich auf den Straßenverkehr loslassen sollte ..

Joah … wie gesagt .. Konfrontationstherapie scheint bei mir wohl nicht das Mittel der Wahl zu sein. “Ausreden” lass ich mir meine Ängste von einem Psychologen auch nicht, dafür kenn ich mich viel zu gut. Und Hypnose .. vertrau ich nicht. und es wird ja auch immer schlimmer. Ich kriege schon Ängste beim Zähneputzen, oder wenn andere Leute Zahnschmerzen haben, bei Fernsehberichten zum Thema “Zähne” .. meine Güte, mir wird schon mulmig bei ZAHNPASTAREKLAME!
Ich mein, hey, selbst die Deutsche Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie hat mir am Telefon nach Schilderung meines Falles bestätigt, daß ich nicht therapierbar bin …
.. ich würde ja wirklich gerne deren “3-Termine-Therapie” bei speziell ausgebildeten Zahnärzten machen. Nee, ist keine echte Therapie - Gespräch, Vollnarkose, evtl. Nachbehandlung, alles wie immer. Aber wie gesagt bei geschulten Ärzten. Da muss man nicht mal den Mund aufmachen, und es reagiert keiner böse. Aber das kann sich ja kein Schwein leisten *seufz*. Naja, deren Webseite liest sich auch eher wie ein Werbeprospekt. Klar, als Privatzahler wird man ja überall hofiert ..

Also werde ich die nächsten Jahre immer wieder mit Panik zum normalen Zahnarzt tippeln und beten, daß die noch Vollnarkosen machen. Und diese dann auch nutzen. Naja, wenn der Spruch stimmt, daß man pro Vollnarkose 5 Lebensjahre verliert, sind es ja nicht mehr viele >.<

Ok .. also muss ich jetzt irgendwie die Nacht überleben. Schlafen wird nix. Arbeiten auch nicht. Buffy zum xten Mal gucken .. vielleicht, wenn ich nebenher noch Solitaire spiele .. mal sehen ..

egal .. hmm .. ich hab gerade ein Déja Vù .. kann es sein, daß ich so einen Beitrag hier regelmäßig ins Blog schreibe ..? was solls .. hab jetzt keine Lust zu suchen .. und außerdem soll das Schreiben ja auch ne therapeutische Wirkung haben - wen Doppel-Beiträge stören, der muss halt weglesen ;)

18.
4.

Unerwartete Gäste

geschrieben am Samstag, 18. April 2009 um 02:39 in Familie, Schlaflos

Ja, nachts um 3 hätte ich wirklich nicht mit Geburtstagsgästen gerechnet. Schon gar nicht mit 5 Stück, 4 brummig, einer nett, allesamt in schicke, orangene (oder waren es rote?) Warnwesten gekleidet und mit großen, blinkenden Autos ..
Naja, eigentlich sollte man wohl keine Witze machen, wenn der Notarzt kommen muss. Aber der eine nette Sani hat mir so fröhlich zum Geburtstag gratuliert .. und wir zwei wollten die Stimmung wohl auch irgendwie etwas auflockern - die ernsten Gesichter der anderen vier haben meine Schwester nämlich nicht gerade beruhigt.
Die Arme hatte nen schweren Asthma-Anfall, und ihr Spray hat nicht mehr geholfen, so daß wir Hilfe holen mussten. Dummerweise ist sie mindestens so phobiegeplagt wie ich, so daß zu dem Anfall noch ne heftige Panikattacke dazukam. Erst ging es ihr wieder besser. Bis ihr dann gesagt wurde, daß sie doch ins Krankenhaus muss … wir hatten gehofft, sie kriegt ein entspechendes Medikament, und dann ist wieder gut. Leider nicht :( .. und als meine Mutter dann sagte, daß sie mit ins Krankenhaus und dann auch über Nacht dabeibleiben muss und der Notarzt dann meinte, Letzteres ginge nicht, war’s dann wieder ganz vorbei. Logischerweise. Neeneenee .. meine Schwester ist zu 100% geistig behindert, und der Typ wusste das auch. Sie kann nicht alleine im Krankenhaus bleiben, fertig. Punkt. Aus. Irgendwann wird das auch mal bei den Halbgöttern in Weiß ankommen, ich bin ganz sicher :roll:

Ich hab Mutter gesagt, sie soll das in Ruhe im Krankenhaus abklären. Erstmal sind sie jetzt eh 1-4 Stunden in der (Not-)Aufnahme. Und wenn sie dann wirklich weggeschickt wird .. muss sie ja nicht gehen. Kann sie ja keiner zwingen, höchstens mit Polizeigewalt .. und ob die wirklich eine Mutter von ihrem geistig behinderten Kind trennen..? Glaub ich nicht. Und so weit wird es schon nicht kommen.
Abgesehen davon ist der Notarzt meines Wissens eh nur “Lieferant” und hat mit der Aufnahme später nix mehr zu tun, und hat damit auch nix zu melden.

Joah. Dann warte ich mal auf den Anruf meiner Mutter. An Schlaf ist jetzt eh erstmal nicht zu denken. Aber ich bin Schlafmangel ja gewöhnt ..

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