27.
11.

Geschlechterkampf

geschrieben am Donnerstag, 27. November 2008 um 22:54 in Familie

AAARRRGHHH .. ich könnte gerade mal wieder in meinen Schreibtisch beißen.
Nachdem mein Mann und ich einen Riesenkrach hatten, weil ich teilweise bis 3 oder 4 Uhr nachts gearbeitet habe, zwinge ich mich nun dazu, früher Feierabend zu machen. Aber es gibt eben Tage - so wie heute - da ist halt etwas mehr zu tun.
Also habe ich einfach früher angefangen, um 21 statt 22:30 Uhr. Und da war er dann schon stinking, ich musste fast “betteln”, um überhaupt schon arbeiten zu dürfen :roll: .. meine Fresse, irgendwann MUSS ich auch mal arbeiten, zu spät passt ihm nicht, zu früh passt ihm nicht. Hallo?? Was soll ich denn machen? Tagsüber arbeiten und das Kind vor den Fernseher setzen, oder was? :x

Egal, dachte ich. Ich hatte es ja geschafft, mich vor den Rechner zu setzen und mich voll auf meine Arbeit zu konzentrieren. Bis um viertel vor 10. Da schallte es dann vom Sofa herüber “Aber das Kind füttern, wickeln und ins Bett bringen machst Du ja noch!?” ..
Klar, Schatz. Natürlich, Schatz. Ich habe ja auch nicht anderes zu tun. Ich verdränge mal kurz meine komplizierte Arbeit hier, komm ich ja auch schnell wieder rein, ist ja nicht Wichtiges, mach ich ja nur AUS SPASS, SCHATZ. :x

“Arbeit” und “Arbeit” scheinen für ihn wohl unterschiedliche Dinge zu sein. Jedenfalls glaube ich kaum, daß er nach Hause käme, wenn ich ihn morgen einfach mal auf der Arbeit anriefe: “Hallo, Schatz! Unterbrich mal kurz Deine Arbeit, das Kind müsste gefüttert und gewickelt werden. Kannst ja hinterher weiter arbeiten. Danke!”

*seufz* .. nungut .. jetzt hab ich erstmal 5 Minuten Dampf abgelassen und kann mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren.

17.
11.

Willkommen, Kater!

geschrieben am Montag, 17. November 2008 um 00:02 in Familie

FindusSodele .. nachdem der letzte, gefühlsmäßig verwirrte Beitrag unserem neuen Familienmitglied nicht gerecht wird, folgt hier nun die offizielle Vorstellung :)

Dieser kleine Kater hier kommt aus dem Tierheim Hamm und hört bis jetzt auf den Namen “Findus”. Allerdings mag mein Mann den Namen üüüberhaupt nicht, so daß wir uns wohl bald einen anderen überlegen müssen. Bis dahin heißt er erstmal “Kater” ;) .. ihm scheint es eh egal zu sein *g*

Für den ersten Tag macht er einen sehr, sehr positiven Eindruck. Er lief direkt von Anfang an ganz normal durch die Wohnung, als ob er schon immer hier gewohnt hätte. Ich hatte eigentlich erwartet, daß er sich erstmal in eine Ecke verzieht - er hat schließlich einen harten Tag hinter sich. Als wir ihn abgeholt haben, war er gerade erst wieder eine Stunde im Tierheim. Die vorigen Besitzer hatten ihn nach 2 Tagen direkt wieder abgegeben, weil er sich mit der anderen Katze nicht verstanden hat. Als ob man das nach 2 Tagen beurteilen könnte :roll:

Nungut, unsere zweite Katze Jenna macht mir schon ein wenig Sorgen. Seit der Kater angekommen ist, sitzt sie nur noch hier in der Computer-Ecke und traut sich nicht heraus. Wenn sich ihre Blicke treffen, knurrt und faucht er sie an. Allerdings aus respektvoller Entfernung. Sie hingegen scheint eher freundliches Interesse zu zeigen. Schade, daß er das nicht erwidert. Aber hey, es ist der erste Tag, da müssen wir erstmal warten, wie sich das entwickelt. So lange hab ich meiner Kleinen erstmal Wasser und Futter hier in die Ecke gestellt - und hoffe, daß sie sich wenigstens noch bis zum Klo traut. Und dieses dann auch benutzt, der Kater war nämlich schon drin ;)

Er hat auch in der Küche schon nach Futter “miaut” und seine Portion fast vollständig gefressen. Und nach ein paar Schmuserunden ist er dann erstmal auf dem Kratzbaum eingepennt… dieser Platz wird allerdings wohl zu seinem Kampf- und Spielort, da krallt er dann auch ganz gerne mal. Aber das macht ja nichts, und ist völlig normal. Und es ist auch zu hoch für unser Kind :)

Joah. Dann schauen wir mal, was die nächsten Tage / Wochen so bringen ..

FindusFindus Findus

16.
11.

Ungerechte Traurigkeit

geschrieben am Sonntag, 16. November 2008 um 18:12 in Familie

*seufz* .. da sitzt er nun, Findus, unser neuer Kater aus dem Tierheim. Und eigentlich sollte ich mich freuen - aber ich bin tottraurig :(
Mit der Entscheidung für Findus habe ich mich nämlich gleichzeitig gegen einen anderen Kater “von privat” entschieden. Ein Traum-Tier. Schwarzer Perser-Kater mit bernsteinfarbenen Augen. Der auch noch direkt auf mich zugestürzt kam und mich beschmust und geschnurrt hat wie ein Irrer. Ist mir bis auf die Schulter gekrochen. Lieb, freundlich, an andere Katzen gewöhnt, Kleinkinder kein Problem, n bisschen dusselig (=springt nicht auf Möbel). Genau das, was ich immer gewollt habe.
Warum ich ihn dann nicht genommen habe?
Hauptsächlich .. der Ekel. Ja, ich habe mich vor dem Tier geekelt. Zunächst dieser penetrante Kater-Geruch, dazu das staubige Fell und die Knoten an Brust und Bauch, und am schlimmsten: Der kotverschmierte Hintern. Da war Alles verklebt, bis zu den “Oberschenkeln”. Ich würde ganz klar sagen: Durchfall. Die Halterin sprach von “joah, etwas dünnerem Stuhlgang.. verträgt wohl das Dosenfutter nicht so gut..”.
Da saß ich also, wollte diesen Prachtkater knuddeln und hab ihn gleichzeitig immer wieder wegschieben müssen, damit ich mir nicht die ganzen Klamotten versaue… hin- und hergerissen zwischen “süüüß” und “bääähhh”.
Also sind wir dann doch noch ins Tierheim gefahren. Und haben im Prinzip die einzige Katze mitgenommen, die in Frage kam. Findus. Und ich sitze hier und trauere dem schwarzen Wollknäuel hinterher. Vielleicht wäre er nach einem Vollbad wieder “gut” gewesen? Habe ich mich falsch entschieden, habe ich den perfekten Kater sausen lassen, nur weil er .. ekelig war? .. andererseits .. vielleicht hätte er Spezialfutter gebraucht. Und hätte ich es wirklich über Jahre hinweg geschafft, mich vernünftig um die Perser-Fellpflege zu kümmern? Er lässt sich zwar wohl ganz gut bürsten, aber dem Schafsfell am Bauch nach zu urteilen mag er es da wohl doch nicht so … und was wäre gewesen, wenn ich mich weiter vor ihm geekelt hätte? Ich wollte ja einen Puschelkater, in dem ich “mein Gesicht vergraben” kann .. vom Charakter her hätte das bestimmt gepasst … :( .. und dazu natürlich noch den Wunsch, das arme Tier zu “retten” … *seufz* .. ich fürchte, da werde ich noch ne Weile traurig sein ..

Und diese Traurigkeit ist so ungerecht. Findus ist ja auch ein schöner Kater. Allerdings wieder recht klein geraten, und noch weniger “kuschelig” als Fly, und die hatte schon recht hartes Fell. Also wieder “nur” ein 08/15-EKH, diesmal in schwarz/weiß. Und ich hasse mich für diesen Gedanken, ich weiß, daß jedes Tier etwas besonderes ist. Mein Mann sieht das ähnlich, und weigert sich daher, mich zu trösten. Super. Nur, weil er es nicht versteht, könnte er mir doch trotzdem zur Seite stehen. Aber egal.

Ich geh dann mal mit Findus schmusen. Ein bisschen schmusen tut er ja auch. Zwar kein Vergleich zu dem schwarzen Perser, aber immerhin. Außerdem kann sich das ja noch ändern.
Allerdings habe ich noch Bedenken, mich gefühlsmäßig sofort an ihn zu binden. Im Tierheim war nicht allzu viel über ihn bekannt. Kann sein, daß er auf Dauer mit Maya oder Jenna oder beiden nicht klar kommt, oder sogar, daß er eigentlich Freigänger ist.
Aber wir haben uns jetzt nunmal entschieden. Das wird schon. Und ich wünsche dem schwarzen Kuschel-Kater, daß er bald ein schönes neues Zuhause findet. Bei mir sollte es wohl nicht sein .. :(

10.
11.

Factory Balls 2

geschrieben am Montag, 10. November 2008 um 00:56 in Online-Games

Spiel in neuem Fenster öffnenFactory Balls 2 ist ein Logik-Spiel, bei dem es darum geht, weisse Bälle in die gewünschte Form zu bringen.

Dazu stehen einem die unterschiedlichsten Werkzeuge zur Verfügung. Die einfachsten sind die Farbeimer, später kommen noch Luftpumpen, Glühbirnen, Grassamen oder Goldfische (!!) hinzu.
Der Sinn des Spiels liegt darin, die richtige Reihenfolge der einzelnen Möglichkeiten zu finden, damit der Ball am Ende auch genauso aussieht wie vorgegeben.

Am Anfang ist das noch recht simpel, aber wenn dann Blüten in verschiedenen Wachstumsstadien auf unterschiedlichen Ballhälften wachsen sollen, kommt man schon mal ins stocken ;)

Insgesamt ein sehr schönes Spiel. Ich mochte auch schon den ersten Teil, den fand ich auch etwas schwerer - aber vielleicht isses auch die Übung^^
Weiterer Unterschied zum ersten Teil: “Vermurkste” Bälle sind nicht weg, sondern werden recycled. Dadurch kann man in jedem Fall alle 30 Level durchspielen, auch wenn man für eine Aufgabe mal mehrere Anläufe braucht.

Hier gehts zum Spiel >>´

7.
11.

Fix und fertig

geschrieben am Freitag, 7. November 2008 um 05:15 in Allgemein, Schlaflos

Zunächst mal: Wer sich keinen Seelen-Striptease und weitere Abszess-Geschichten durchlesen will, sollte diesen Beitrag ignorieren. Ich werde auch versuchen, sowas in Zukunft zu vermeiden. Versprochen!

Nun sitz ich hier. Morgens um halb 5, obwohl ich dringend schlafen müsste. In 3 Stunden geht der Wecker, und wir müssen zur Beerdigung der Oma meines Mannes. Inklusive Trauerfeier, Mittagessen, Beisetzung, Nachmittagsgedöns, etc. Also keine Chance, irgendwas an Schlaf nachzuholen.

Was mir den Schlaf (und die Ruhe .. und im Prinzip im Moment mein Leben) raubt, ist die Schmerz-Erinnerung an gestern und vorgestern. Meine Gedanken können sich davon nicht lösen, ich habe Schüttelfrost, Heulkrämpfe, Panikattacken. Und das nur von der Erinnerung…
Ich überlege immer noch, womit ich den Schmerz am besten vergleichen kann. Zum einen, um meinen Kopf mit irgendwas Sachlichem zu füllen, zum anderen, um mich an Zeiten zu erinnern, in denen ich schonmal “stark” war. Soll ja angeblich helfen.
Also gut. Was haben wir denn da so im Angebot…. nen Angelhaken im Fuß. Diverse Zahnwurzelentzündungen. Den Wahnsinns-Hüftschmerz, als ich mich mit meiner Athrose nach einem Sturz beim Eislaufen falsch bewegt habe. Zahlreiche Schnitt-, Schürf- und Brandwunden, die immerhin tief genug waren, um auch noch Jahre später als Narben gut erkennbar zu sein. Viele, viele blutige Blasenentzündungen, verbunden mit nächtelangem Heulen auf dem Klo. Jahrelanges Laufen auf offenen Füßen, teilweise mit bis zu nem Zentimeter tiefen Rissen. Eine äußerst schmerzhafte Harnröhrendehnung. Die monatelange Heilphase des Kaiserschnittes (zugegebenermaßen nur am Anfang wirklich schmerzhaft). Das letzte Drittel der Schwangerschaft war auch eine einzige Tortur. Dutzende Abszesse in den vergangenen Jahren, die teilweise auch so richtig weh tun können. … *kratzamkopp* .. mehr fällt mir spontan nicht ein. Aber das ist doch schonmal ne ganze Menge. Und bei einigen Sachen davon war ich auch schon kreidebleich im Gesicht, oder habe geheult vor Schmerzen, auch schon gewimmert. Aber ich kann mich nicht erinnern, jemals auch nur einmal geschrien zu haben. Nichts davon war tatsächlich so schlimm wie die Jodstreifen-Wechsel in den letzten beiden Tagen. NICHTS. Ich finde das immer noch … unfassbar. Also so wirklich nicht zu fassen. Als ob mir einer mit ner Bratpfanne vor den Kopf gehauen hat und gesagt hat “So, das verstehst du jetzt nicht. Basta.” Mein Gehirn scheint sich darum drücken zu wollen, die ganze Sache zu verarbeiten. Ich bin kein Experte, aber es fühlt sich an wie ein Fall von “Traumatisierung”. Ich fühle mich immer noch wie in einem Schockzustand. Am liebsten würde ich stundenlang ziellos durch die Gegend laufen. Gerne auch mit dem Kopf vor die Wand schlagen. Psychosomatisch fallen mir spontan der Schüttelfrost und das Herzrasen auf. Seit gestern sackt auch mein linker Arm zwischendurch immer wieder mal nach unten. Wirkt sehr befremdlich. Aber irgendwie ist mir das gerade egal.

Gleichzeitig fühle ich mich wie eine Memme. Ich meine, kann es WIRKLICH so weh tun, einen Jodstreifen in einen Abszess zu stopfen? Da gibt es doch bestimmt noch viel höhere Schmerzgrade. Aber ich bin doch eigentlich gar nicht besonders zimperlich was Schmerzen angeht. Ich könnte beim Tätowierer prima schlafen, weil ich das “Prickeln” so angenehm finde … o.o

In dieses .. merkwürdige, geistige Chaos mischen sich auch noch die ganz rationalen Angstgedanken hinein. Nämlich die große Angst, daß ich die Hölle noch nicht verlassen habe und weitere Behandlungen zwingend notwendig sind.
Ich habe nämlich beim Verbandswechsel heute Abend nämlich 3 schöne große, harte Beulen entdeckt. Diese harten Beulen waren schon der Grund dafür, daß der Chirurg am zweiten Tag den Schnitt nochmal vergrößert hat. D.h., es sind wieder Abszesse. Vermutlich immer noch dieselben, nur neu gefüllt. Was gleichzeitig heisst: Die Tortur war nicht nur extrem schmerzhaft, sondern auch extrem sinnlos. Und eventuell sogar extrem dämlich - ich kann die neuen/alten Abszesse an der frischen Schnittwunde nämlich jetzt gar nicht mit Zugsalbe behandeln… Dabei hatte der erste Chirurg noch gesagt, daß ich nach der Öffnung jetzt wohl ein paar Monate Ruhe hätte, wahrscheinlich viel länger, als wenn der Abszess von selbst aufgegangen wäre. Tja. Oder auch nicht.

Im Moment stürze ich meine gesamte Resthoffnung auf das Antibiotikum, das ich heute endlich von meinem Hausarzt bekommen habe. Dort bin ich nämlich nachmittags panisch hingefahren, nachdem die dicke Schwellung am rechten Auge von vorgestern erstmal am nächsten Tag ans linke Auge gewandert ist - und heute ins Kinn (!!). Sehr unangenehm, wenn sich so ein Kinn mal eben 5 cm in alle Richtungen vergrößert … Zur Zeit hat sie sich zum Glück unter das Kinn zurückgezogen, da hat sie etwas mehr Platz und es spannt nicht mehr so sehr.
Jedenfalls hoffe ich, daß sich die alten/neuen Abszesse durch das Antibiotikum einfach .. in Luft auflösen. Ja, äußerst unwahrscheinlich, Abszesse sprechen auf Antibiotika meist nicht an, weil die Membran die Wirkstoffe nicht so recht durchlassen will. Aber es ist immerhin möglich. Und es wären auch nicht die ersten Abszesse, die einfach irgendwann verhärten, um dann über Wochen oder Monate hinweg immer kleiner zu werden und letztendlich zu verschwinden. Ja, darauf hoffe ich. Das wär gut. Alternativ können sie natürlich auch einfach irgendwann aufgehen. Eins von beidem MUSS passieren, denn eine ärztliche Behandlung kommt nicht mehr in Frage. Lieber laufe ich lachend durch 5 Meter Stacheldraht.

Hätte ich mal früher mit meiner Mutter gesprochen. Die hat mir nämlich von meinem Vater erzählt, der genau das gleiche Abszess-Problem hatte (wird ja auch zum Teil vererbt). Der hat sich auch mal einen Abszess vom Chirurgen öffnen lassen. Ein einziges Mal. Die dutzenden, die danach noch kamen, hat er dann selbst aufgeschnitten und sich nicht wieder zum Arzt getraut. Und mein Vater war ein Typ, der mit ner abgetrennten Fingerkuppe aufm Sofa sitzt, nen Schluck Kaffee trinkt, sich noch ne Kippe anzündet, um dann die Kuppe mit Kittifix (= alter Ostzonenkleber) selbst wieder anzukleben. Ja, ist tatsächlich so passiert.
Aber vermutlich wollte meine Mutter mir einfach keine Angst vor der Behandlung machen. Sie konnte ja auch nicht ahnen, daß das bei mir auch so weh tut, hätte bei meinem Vater ja auch nur blöder Zufall / eine ungünstige Stelle / ein schlechter Chirurg sein können…

Joah. Jetzt hock ich hier schon ne dreiviertel Stunde und schreibe mir die Seele aus .. den Fingern. Und ich muss sagen - es hilft tatsächlich so langsam. Mist. Dabei wollte ich diesen Blog doch dafür gar nicht missbrauchen. Naja. Wer bis hierher mitgelesen hat (Respekt!), wird mich vielleicht ansatzweise verstehen.

So. Die nächsten Stunden / Tage werde ich wohl damit verbringen, mich aufs “Funktionieren” zu konzentrieren. Einen Nervenzusammenbruch kann ich mir als Mutter ja gar nicht mehr leisten. Und alleine die Tatsache, daß ich trotz der nervlichen Extrem-Belastung nicht wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen bin, macht mich schon ein bisschen Stolz. Zum Glück hat mein Mann die nächsten drei Tage frei … obwohl .. wirklich helfen kann er mir gerade nicht. Er stirbt mal wieder den Erkältungs-Tod inklusive sterbendem Schwan auf dem Sofa *rolleyes*. Aber ich weiss auch, daß sone fette Erkältung ganz schön an die Substanz gehen kann, da will ich jetzt nicht rumnölen. Ist halt nur äußerst schlechtes Timing.

Nachtrag:
So .. ich wollte nicht schon wieder nen neuen Beitrag zu dem Thema erstellen, irgendwann ist auch mal gut ..
Neuigkeit 1: Ich habe heute auf dringendes Anraten einer befreundeten Krankenschwester den Jodstreifen gezogen und hatte dabei die Gelegenheit, mir Alles nochmal genauer anzuschauen. Aus den 3 großen Beulen ist nun eine größere geworden. Was mich stutzig macht: die Beule geht bis an die immer noch recht große, klaffende Schnittwunde … deren Ränder sind auch mitgeschwollen .. das kann dann ja wohl kaum ein neuer Abszess sein, wenn er direkt “am Ausgang” liegt, oder??
Neuigkeit 2: Ich hab mal meine psychischen/physischen Symptome gegoogelt .. und siehe da: es IST sowas ähnliches wie eine posttraumatische Belastungsstörung. Nennt sich allerdings akute / abnorme Belastungsreaktion. Ist an sich gar nicht mal ungewöhnlich, und die Grenzen von normaler zu abnormaler Reaktion sind da wohl auch recht fließend. Und das schöne ist: der Spuk ist dann bald vorbei :) .. je nach Webseite ist die Rede von “maximal drei Tage” bis “maximal vier Wochen” .. und da der Tag heute (zumindest tagsüber) bisher ganz OK war, geht es eher in richtung Ersteres^^

5.
11.

Horror Reloaded

geschrieben am Mittwoch, 5. November 2008 um 23:37 in Allgemein

OK. Das war definitiv das LETZTE MAL, daß ich einen Abszess öffnen lasse. Das mach ich nie, NIE wieder!!! … gut, kleinlaut zugeben muss ich wohl, daß ich bei akuter Lebensgefahr nochmal drüber nachdenken würde. Aber auch nur, weil Sterben zur Zeit nicht so recht in Frage kommt.

Jedenfalls war der Termin in der chirurgischen Ambulanz wieder Trauma-Material. Fing schon gut an: “Da ist ja noch Alles hart. Da hat der Kollege nicht weit genug geschnitten, da muß ich nochmal ran.”
Da ging dann schon meine Panik-Leuchte an. Aber - Galgenhumorist, der ich nunmal bin - habe ich erstmal weiter meine Witzchen gemacht. Und als er dann sagte, daß er da natürlich erst ne örtliche Betäubung reinsetzt, war ich etwas beruhigter. Wie konnte ich nur so blöd sein :x .. ich WEISS doch ganz GENAU, daß örtliche Betäubungen bei Entzündungen nicht wirken. Also zumindest bei mir nicht.

Und es kam, wie es kommen musste. Und ich weiss immer noch nicht, wie ich diese höllischen Schmerzen beschreiben soll. Man sagt ja manchmal “Ey, Alter, als ob Dich da einer n Messer reinsteckt und umdreht, ey”. Da habe ich nun keine Vergleichsmöglichkeit. Aber ich bin fast versucht, es zu testen, nur um zu gucken (oder besser: fühlen), ob das vergleichbar ist.
Auch diesmal habe ich geheult und gebrüllt. So laut, daß eine der Arzthelferinnen panisch an den Tisch gesprungen ist, um mich prophylaktisch festzuhalten. Zum Glück setzt mein Verstand nicht so weit aus, daß ich mich tatsächlich bewegen - und es damit wohl schlimmer machen würde. Könnte aber auch Schockstarre sein, keine Ahnung. Aber wenn die Prozedur 5 Sekunden länger gedauert hätte, wäre ich vermutlich wirklich vom Tisch gesprungen. Und das hätte dann auch die Arzthelferin nicht verhindern können…
Als Alles vorbei war, habe ich noch ne gute Viertelstunde mit Heulkrämpfen im OP-Raum gesessen. Irgendwo zwischen Schockzustand und Nervenzusammenbruch, laut schluchzend, schüttelnd, bis ich mich fast übergeben hätte.
Bleibt die Frage - WARUM tut das so weh? Der Schnitt wars diesmal wieder nicht. Den hab ich zwar heute deutlich und sehr schmerzhaft gespürt, aber ein Messer in die Achselhöhle rammen ist anscheinend kein Vergleich zu dem viel, viel schlimmeren Jodstreifen-Wechsel. Ich mein, ist ja auch nicht das erste Mal, daß mich einer aufschneidet und was reinstopft, hab ich beim Kaiserschnitt ja auch gehabt. Und da hab ich fast nix gespürt… ist die Innenseite eines entzündeten Abszesses SO extrem empfindlich? Oder liegt es an der - generell ja recht empfindlichen - Achselhöhle ..? .. *seufz* .. ich weiss es nicht. Ist wohl auch nicht so wichtig. Jedenfalls hab ich dem Arzt direkt danach gesagt, daß er das NIE WIEDER bei mir machen wird. Da hatter dann zwar doof geguckt, aber klaglos akzeptiert. Hat mir sogar angeboten, daß ich die Verbände selbst wechseln darf, um erstmal nicht wieder in die Praxis zu müssen. Das hat mein Mann dann auch gerade gemacht - aber natürlich erst NACH dem Fussballspiel, als das Blut schon fast durchgesuppt war. Aber das ist ein anderes Thema ..

Joah. Was habe ich nun also gelernt?
Auf der negativen Seite:
- Ich lasse keinen Abszess mehr chirurgisch öffnen, solange keine Lebensgefahr besteht.
- Mein Vertrauen in die Ärzte ist jetzt NOCH schlechter als vorher.

Auf der positiven Seite:
- Ich werde jeden Abszess, auch den kleinsten, sofort mit Zugsalbe behandeln. Ich habe bisher immer bis zu einer gewissen Größe gewartet, weil es einfach nicht immer notwendig ist. Aber das Risiko gehe ich nicht mehr ein.
- Die Schmerzen waren jetzt der finale Startschuss für meine Diät. Mit 20 Kilo weniger hatte ich - soweit ich mich erinnern kann - kaum Probleme mit Abszessen.
Ob ich die Diät auf Dauer durchhalte ist eine andere Frage, da muss ich ja auch andere Dinge berücksichtigen. Aber zumindest der Anfang ist jetzt gemacht.

Dann hoff ich jetzt einfach mal, daß der Jodstreifen noch ein bis zwei Tage hält, bevor er rausfällt. Daß der Abszess lang genug offen bleibt, damit auch wirklich alles rauskommt. Und daß ansonsten Alles gut verheilt …

4.
11.

Horror im Krankenhaus

geschrieben am Dienstag, 4. November 2008 um 20:04 in Allgemein

Ich muss jetzt echt überlegen, wann ich das letzte Mal vor Schmerzen so richtig losgebrüllt habe .. muss schon ewig her sein. Heute war es dann aber soweit :(

Mein Abszess hat mir denn doch Sorgen gemacht, weil seit heute mittag meine rechte Hand und das rechte Auge an- bzw. zugeschwollen sind (ich sehe son bisschen aus wie Karl Dall ..). Da ich tagsüber mein Kind nirgendwo unterbringen kann, dachte ich mir, ich kombiniere das Ganze mit dem Besuch meiner Mutter im Krankenhaus. Hätte ich vorher gewusst, was auf mich zukommt, hätte ich wohl noch ein paar Tage gewartet …

Zunächst die übliche Diskussion - wie immer wollte man mich direkt stationär aufnehmen. Ein Abszess dieser Größenordnung müsste nämlich eigentlich operativ großflächig entfernt werden. SEHR großflächig. Eine Fläche von etwa … 2 Händen. Oder 4 Zigarettenschachteln. Wundheilungsphase .. tjoa .. unterschiedlich .. bei Gesunden schon mehrere Wochen. Bei mir als Diabetiker .. mhm .. kann dauern .. ganz davon abgesehen, daß das keine Garantie dafür ist, daß ich danach Ruhe habe. Und selbst WENN die Achselhöhle danach keine Probleme mehr macht, hab ich dann immer noch ne zweite davon, plus die betroffene Leistengegend. Und mich dermaßen aufschnippeln zu lassen .. neeeee .. so schlecht geht es mir denn doch noch nicht.
Die Schwellung machte dem Arzt auch Sorgen, könnte nämlich evtl. eine Thrombose sein, was natürlich schon sehr gefährlich wäre. Bei genauem Nachfragen sagte er aber auch, daß die Wahrscheinlichkeit gering sei.
Nach etwa halbstündigem Hickhack fragte er mich dann, was ich erwartet hätte - ich sagte: “Daß sie da ein Messer reinhauen damit der Eiter rauskann, und ich geh dann wieder nach Hause.”

Er hat dann zum wiederholten Male wie ein Irrer drauf rumgedrückt (ja, das tut weh!) und meinte dann, OK, kann er machen (bzw. die anwesende Lern-Ärztin, aber sowas ist mir ja egal).

Da war ich dann erstmal trügerischerweise beruhigt. Ich mein, hey, das Ding tut eh schon saumäßog weh, bissl Eisspray drauf, einmal reinpieken, und gut is.

Ja scheisse .. Beim Eisspray hab ich schon mal übersprungsmäßig losgelacht. Ich hätte nie, NIE gedacht, daß Eisspray SO wehtut. Gut, tut es vielleicht sonst auch nicht, aber auf dem Abszess .. ich hab ja ein bisschen Erfahrung mit Verbrennungen. Der Schmerz ist vergleichbar, er hätte auch ein Feuerzeug dranhalten können :(
Nach dem merkwürdigen Lachen hab ich dann auch direkt losgeheult.
Den Schnitt selbst habe ich dann logischerweise nicht gemerkt. Aber dann kam die Klemme … und dann habe ich gebrüllt. Er musste mit der Klemme das Loch aufdehnen, und zwar mehrfach, während er gleichzeitig mit voller Wucht mit der Hand auf dem Abszess rumgedrückt hat. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Es war einfach die Hölle. Ich lag praktisch einfach nur heulend und brüllend auf diesem Tisch, und wär ich gläubig, hätte ich gebetet, daß der Horror bald vorbei ist. Alleine beim Gedanken daran heule ich jetzt schon wieder los …

Gleichzeitig habe ich mich in Grund und Boden geschämt und mich gefühlt wie ein Kleinkind.
Der Pfleger sagte hinterher allerdings, ich wäre sehr tapfer gewesen. Klar. Natürlich. Ich glaube, das sagen die jedem.

Joah. Und nun sitze ich hier. Die Schmerzen durch den Schnitt sind ungefähr gleich stark wie vorher, aber das wird sich hoffentlich bald ändern. Und meine Angst vor einer Blutvergiftung ist jetzt zumindest weg. Dafür habe ich Panik vorm Jod-Streifen-Wechsel morgen :( .. eigentlich hatte ich das Alles ja heute im Krankenhaus gemacht, weil ich dachte, ich müsste keinen Babysitter besorgen, um zum Arzt zu gehen. Tja. Falsch gedacht. Zum Glück hat die Nachbarin morgen vormittag Zeit ..

Jetzt kann ich nur noch hoffen, daß die Schwellungen schnell zurück gehen - wenn nicht, muss ich nämlich doch noch ins Krankenhaus, wegen der angesprochenen Thrombose-Gefahr. Und drückt mir die Daumen, daß das morgen nicht wieder so extrem weh tut .. ich glaub, dann dreh ich völlig durch :(

3.
11.

Akne Inversa

geschrieben am Montag, 3. November 2008 um 10:55 in Allgemein

*seufz* .. eigentlich sollte man froh sein, wenn “das Kind einen Namen hat”. Aber bei DEN Aussichten .. :(

Eigentlich wollte ich nur nach dem Hausmittel für meine ständigen Abszesse googeln. Hab im Moment wieder so einen Multi-Abszess in der Achselhöhle, der aus mehreren, anscheinend teilweise verbundenen Furunkeln besteht. Und diesmal ist er riesig und tut saumäßig weh, ich kann meinen Arm kaum bewegen. Zum Glück werden die Dinger nicht immer sooo groß. Ich hab das schließlich ca. 3-5 Mal im Jahr, meistens in den Achselhöhlen, etwas schwächer in der Leistengegend.

Tja. Und beim googeln bin ich dann immer wieder über den Begriff “Akne Inversa” gestolpert. Und es trifft komplett auf mich zu.
Dummerweise kann man da wohl fast nix machen. Viele Betroffene wurden schon zig-mal operiert, “Mittel der Wahl” in schweren Fällen ist wohl eine komplette, operative Entfernung des betroffenen Bereiches - was zu riesigen Wunden führt, mit den entsprechenden Schmerzen und einer ewig langen Wundheilungsphase.

OK, soweit isses bei mir noch nicht .. aber ich hab nun wieder Angst, daß das Ding nach innen aufgeht und zu einer Sepsis führt :( .. Drauf rumdrücken tu ich nicht, aber unterm Arm herrscht ja schon eine gewisse .. Belastung. Naja, ich kenne die zugehörigen Anzeichen und kann dann entsprechend reagieren.

Langfristig helfen KÖNNTE eine Gewichtsabnahme, Rauch-Stopp, bessere Zuckereinstellung und ein stressfreieres Leben. Den ersten Punkt wollte ich sowieso angehen, mal schauen, ob’s was wird.

Joah. Ich glaub, ich mach jetzt erstmal ne warme Kompresse drauf, soll manchmal helfen. Im Laufe der Woche muss ich sowieso irgendwie neues Insulin besorgen, dann kann ich auch neue Zugsalbe kaufen. Und als allerletzte Option kann ich immer noch zum Chirurgen gehen …
Ist im Moment nur recht schwierig - meine Mutter ist schon seit über 2 Wochen im Krankenhaus, dadurch bin ich leider nicht wirklich mobil .. :(

Achja .. doch, bin ein bisschen down zur Zeit. Aber ich komm da schon irgendwie durch ..

29.
10.

Denis Leary - Life’s Gonna Suck

geschrieben am Mittwoch, 29. Oktober 2008 um 23:47 in Musik

Hachja .. Denis Leary .. *ggg* .. die meisten kennen ihn vermutlich nur aus dem Film “Demolition Man”, aber er ist ein recht bekannter Stand-Up Comedian. Und sein Programm “No Cure For Cancer” fand ich echt gut :)

Aber die Unplugged-Session von .. öhmm .. 1993 war auch nicht schlecht^^ .. ich hab mal ein “Kinderlied” rausgepickt ;) .. also .. if you know the words - SING ALONG! .. *träller*

21.
10.

Inspector Parker

geschrieben am Dienstag, 21. Oktober 2008 um 13:12 in Online-Games

Spiel in neuem Fenster öffnenHier ein Logik-Spiel, wenn man mal ein bisschen Zeit totschlagen muss ;)

Bei Inspektor Parker müsst Ihr Personen und Gegenstände den richtigen Räumen zuordnen. Dies macht ihr mit Hilfe der “Clues” auf der rechten Seite.
Beispiel: Der Clue sagt: “Person A ist LINKS vom Gegenstand B”. Dann könnt Ihr entweder direkt auf die passende Person klicken, falls das schon erkennbar ist - oder aber zumindest alle Personen A löschen, die RECHTS vom Gegenstand B sind ..

Das ist insgesamt recht simpel, auch in den höheren Levels - allerdings klickt man sich da irgendwann nen Wolf, und die Augen tun bei den ganzen Mini-Icons leider schnell weh .. aber im Großen und Ganzen macht das Spiel Spaß :) .. wer die alten Logik-Puzzles mag findet hier also eine klickbare, simple Variante.

Achso - “Sinn” des Spiels ist übrigens die Auklärung von Kriminalfällen. Am Ende jedes Levels gibt es eine Art Auflösung, was passiert ist (Wer wurde von wem warum und womit getötet). Allerdings sehe ich da absolut keinen Zusammenhang mit dem eigentlich Spiel .. falls mir das einer erklären könnte … ;)

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